2:1 Sieg gegen Kelsterbach

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Foto Jörg Schulz

2:5 Niederlage in Alzenau

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2:1 Sieg gegen TSV Lehnerz

rw-lehn-133:3 in Lohfelden

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Unser Team musste sich in einer furiosen Schlussphase im Gastspiel beim FSC Lohfelden mit einem 3:3-Unentschieden begnügen. Vor allem in den letzten zehn Minuten überschlugen sich in der Hessenliga-Partie im Nordhessenstadion die Ereignisse. Letztlich wendeten die Platzherren mit der letzten Aktion des Spiels die drohende Heimniederlage gegen die in Unterzahl agierenden Frankfurter ab.loh-rw-18

Die Frankfurter verpassten den ersten Auswärtssieg seit dem 10. September nur um Haaresbreite. „Das Spiel war eine verrückte Geschichte“, meinte unser Abwehrspieler Anil Mus zur ereignisreichen Partie an seinem Geburtstag. Rot-Weiss legte munter los und wäre in der 3. Minute fast in Führung gegangen, doch Patrick Barnes traf nur das Außennetz. Wenig später fabrizierte Lohfeldens Moritz Meuser mit einem Kopfball fast ein Eigentor. Ansonsten taten sich die Gäste aus der Mainmetropole gegen die kompakt stehenden Gastgeber schwer. Im letzten Drittel kam die Elf von Trainer Daniyel Cimen nicht durch. Den bissigen Lohfeldenern ließen die Gäste zu viel Platz, weshalb diese immer wieder mit viel Tempo Richtung Strafraum ziehen konnten. Wie in der 28. Minute, als Nasuf Zukorlic mit einem Volleyschuss den eigenen Mann anschoss. Da hätte es schon gefährlich werden können und eine Minute später gingen die Nordhessen auch mit 1:0 in Führung. Jannik Weingarten traf nach einer Hereingabe von der rechten Seite von der Strafraumgrenze in das linke Eck. Rot-Weiss tat sich weiter schwer, kam aber noch in der ersten Hälfte zum Ausgleich. Cem Kara versenkte einen Freistoß aus 25 Metern zum 1:1-Ausgleich (39.).loh-rw-32

Nach dem Seitenwechsel kamen die „Roten“ optimal aus der Kabine. Keine 50 Sekunden waren gespielt, da traf Andre Fliess zum 2:1 für die Gäste. Und Cem Kara hätte kurz danach nachlegen können, setzte den Ball aber am Tor vorbei. Dann knallte Lohfeldens Vjacheslav Petrukhin nach einer Ecke einen Kopfball gegen die Latte. Auf der Gegenseite tauchte Andre Fliess vor dem Tor der Hausherren auf und hob den Ball an die Latte. In der Schlussphase begannen furiose Minuten und die Ereignisse überschlugen sich förmlich. Erst traf Akgöz nach einem Konter der Frankfurter die Latte. Im Gegenzug bekam Damir Topcagic den Ball gegen den Arm und der Schiedsrichter gab nicht nur Elfmeter, sondern auch die Gelb-Rote Karte gegen den Innenverteidiger der Gäste. Serdar Bayrak verwandelte den Strafstoß zum 2:2-Ausgleich (81.). Aber unsere Elf zeigte in Unterzahl Moral und ging durch einen Kopfball von Geburtstagskind Anil Mus auf Freistoßflanke von Milosz Adam Freund mit 3:2 in Führung (88.). Rot-Weiss schien sich für die engagierte Leistung zu belohnen, aber in der zweiten Minute der Nachspielzeit gab es noch einmal Freistoß für Lohfelden. Tolga Ulusoy traf die Latte, den Nachschuss von Maximilian Blahout konnte unser Tormann Ioannis Takidis halten. Doch die Situation war noch nicht vorbei. Denn die Gastgeber feuerten noch drei Schussversuche auf das Tor ab, einen davon rettete Jeremy Lundy auf der Torlinie. Beim letzten Versuch des eingewechselten Jaroslaw Matys war Takidis geschlagen und es hieß nach einer turbulenten Partie 3:3-Unentschieden.loh-rw-9

Das sagte unser Trainer Daniyel Cimen: „Der späte Ausgleich ist natürlich bitter. In der ersten Halbzeit war es ausgeglichen. Nach dem Rückstand hatten wir das Spiel im Griff. Wir kamen dann gut aus der Halbzeit mit dem Führungstreffer. Das hat uns aber keine Sicherheit gegeben. Die letzten 15 Minuten waren nur noch ein Auf und Ab. Es ist schade, dass wir uns nicht belohnt haben in Unterzahl. Wir müssen uns aber ankreiden, dass wir nach der Fuhrung zu passiv waren. Und in der letzten Aktion kann es nicht sein, dass Lohfelden nach dem Lattenschuss noch drei Mal an den Ball kommt“.

4:1 Sieg gegen RW Darmstadt

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Mit einem 4:1-Heimsieg bestätigte unsere Mannschaft am Freitagabend gegen Aufsteiger SKV Rot-Weiß Darmstadt die ansteigende Form. Nach einer torlosen ersten Hälfte, in der die Gäste aus Südhessen sehr gut mithielten und einen couragierten Auftritt hinlegten, erledigte unser Team zwischen der 54. und der 73. Minute ihre Vorgaben und errangen den erwarteten Heimsieg mit vier Toren in 19 Minuten.rw-darm-5

Mit einer Fünferkette machten die Heimstättensiedler von Beginn an hinten dicht. RW Darmstadt stand diszipliniert in der Abwehr, lediglich bei einer Hereingabe von Cem Kara von der linken Seite, die Andre Fliess zu schwach abschloss, bestand Gefahr vor dem Darmstädter Tor. Die Gäste versuchten es lediglich mit Standardsituationen. Aus spitzem Winkel traf Mirkan Kara die Querlatte, allerdings von Torhüter Ioannis Takidis mit den  Fingerspitzen an das Quergebälk gelenkt. Ansonsten kamen die Gastgeber auch mit aggressivem Pressing nicht weiter, nur bei einem Konter hatten die Südhessen nach einem Abschluss von Akgöz ein Bein dazwischen. Die Partie plätscherte Mitte der ersten Halbzeit fast ereignislos vor immerhin 200 Zuschauern dahin. So wurden nach einer etwas enttäuschenden ersten Hälfte torlos die Seiten gewechselt.rw-darm-16

Mit Wiederbeginn rannte unsere Mannschaft hochmotiviert an und kam auch zum Erfolg. Ein Tor von Varol Akgöz wurde wegen Abseits nicht anerkannt, nachdem Patrick Barnes an Darmstadts Tormann Marc Rademacher gescheitert war. Zwei Minuten danach war es dann doch soweit. Barnes flankte nach einer kurz ausgeführten Ecke von der linken Seite, Akgöz hielt den Kopf hin und es hieß 1:0 in der 54. Minute. Sieben Minuten später war es Cem Kara, der aus 25 Metern einen leicht abgefälschten Freistoß zum 2:0 versenkte (61.). Die Darmstädter gaben keineswegs auf, sondern kamen durch den eingewechselten Nick Volk aus kurzer Distanz zum Anschlusstreffer zum 2:1 (64.). Die Hoffnungen auf einen Punktgewinn der Mannschaft aus Darmstadt wurden schon vier Minuten später begraben, als Akgöz mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend und dem 3:1 den alten Abstand wiederherstellte. Einen Steilpass nahm er auf und überwand Rademacher mit einem Schuss ins lange Eck (68.).rw-darm-8

Weitere fünf Minuten danach war das Spiel endgültig gelaufen. Ghani Wessam Abdul flankte von links und Andre Fliess köpfte zum 4:1-Endstand ein (73.). Unsere Mannschaft ließ den Ball immer besser zirkulieren und sie erspielten sich weitere Chancen. Nach einer Vorlage von Jeremy Lundy mit der Hacke in den Lauf von Akgöz, verpasste der Stürmer sein drittes Tor. Zuvor hatte der Darmstädter Torschütze Volk eine Kopfballchance, doch Torwart Takidis war auf seinem Posten. In der Endphase drängte das Team noch auf den fünften Treffer, doch es sollte nicht sein.  Zweimal Akgöz, davon einmal per Freistoß und der eingewechselte Toskovic vergaben weitere Möglichkeiten.rw-darm-1

Trainer Daniyel Cimen:

„Wir sind gut in die Partie gekommen, da haben wir es schon sehr gut gemacht. Gegen den mit einer Fünferkette sehr tief stehenden Gegner hatten wir zwei gute Chancen am Anfang. Ein frühes Tor hätte uns gut in die Karten gespielt. Danach haben wir uns mehr mit dem Schiedsrichter und mit den Gegenspielern beschäftigt. Erst in der zweiten Halbzeit haben wir uns wieder auf unser Spiel fokussiert und danach mehr Tempo im letzten Drittel gemacht. Das war der Schlüssel zum Erfolg, weil das Verteidigen Kraft kostet. Das haben wir gut zu Ende gespielt und haben uns einige Chancen rausgespielt und am Ende auch verdient gewonnen.

0:0 in Griesheim

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In einer ausgeglichenen Partie mit vielen Höhepunkten trennten sich Viktoria Griesheim und Rot-Weiss Frankfurt torlos. Angesichts der Vielzahl an Tormöglichkeiten auf beiden Seiten klang das Endresultat wie ein blanker Hohn, denn beide Teams vergaben Torchancen „en masse“ zum möglichen Sieg. Bei unserem Team stand sogar das Aluminium im Weg, aber in der letzten Aktion des Spiels hätte man sich nicht beschweren können, wenn man die Heimreise gar mit leeren Händen angetreten wäre. Erstmals in dieser Saison spielte unser Team ohne Neuzugang in der Startelf. Dazu unser Trainer Daniyel Cimen nach dem Spiel: „Durch den Ausfall von Christian Pospischil hat sich das so ergeben, sonst hätten wir mit der gleichen Formation gespielt wie gegen Vellmar. Zudem hat sich Adam Freund durch eine gute Leistung in der zweiten Hälfte gegen die Nordhessen angeboten“.vikgr-rw-8

Vor 160 Zuschauern im Stadion Süd am Hegelsberg entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit vielen Strafraumszenen. Die Qualität der Spielzüge litt jedoch unter dem schwer bespielbaren und unebenen Rasenplatz, was sich im späteren Spielverlauf aufgrund von starken Regengüssen vor allem im zweiten Durchgang verschlimmern sollte. Die Südhessen hatten etwas mehr Ballbesitz und die Innenverteidiger spielten sich oft den Ball hin und her. Geschickt lauerten die Schützlinge von Ex-OFC-Profi Suat Türker im eigenen Stadion auf Kontersituationen. Die ersten Torchancen hatten jedoch die „Roten“. Schon in der 3. Spielminute setzte Cem Kara den Ball nach einem flachen Eckball von Andre Fliess knapp neben das Griesheimer Tor. Sekunden später wurde Varol Akgöz mit einem Schussversuch in letzter Sekunde abgeblockt. Die tiefstehenden Griesheimer mussten bis zur 9. Minute warten, ehe mal Torgefahr entstand. Torjäger Pascal Storks Abschluss strich Zentimeter am Kasten unseres Schlussmanns Takidis vorbei. Auf der anderen Seite vergab Akgöz auf Zuspiel von Andre Fliess freistehend. Dann führte eine Slapstick-Einlage unserer Hintermannschaft fast zum Führungstreffer der Gastgeber. Damir Topcagic spielte im Spielaufbau seinem Nebenmann Anil Mus versehentlich in die Hacken. Der Ball prallte zum überraschten Viktoria-Angreifer Stork, der zu überrascht von der Situation war und deswegen überhastet vor Takidis abschloss. Da hatte unser Team sozusagen Glück im Unglück. Nach Tim Fliess´ Flachschuss, den SCV-Tormann Rene Blessing parierte, setzte der Regen ein, der bis zur Halbzeit noch moderat war. In der Nachspielzeit hatten beide Mannschaften noch je eine dicke Chance. Griesheims Vranesevic köpfte freistehend über das Tor und nach einer Suma-Flanke setzte Akgöz die Kugel über den Kasten.vikgr-rw-9

Der zweite Durchgang glich dem ersten, denn das Spiel blieb ausgeglichen mit Chancen hüben wie drüben. Mittlerweile waren die Regenfälle stärker geworden, mit der Zeit war es richtiger Starkregen, der da herniederprasselte. Kevin Jung versuchte es mit einem Freistoß aus 20 Metern, der knapp über das Tor ging. Kurz darauf setzte Andre Fliess seinen Kollegen Cem Kara ein, der mit einem Drehschuss vorbei schoss. Böse Schrecksekunde dann für unser Team, als Andre Fliess auf der Linie per Kopf klären musste und so den Rückstand Mitte der zweiten Hälfte verhindern konnte. Dann traf Akgöz nach einem Konter im mittlerweile strömenden Starkregen den Pfosten. Nun setzten beide Mannschaften auf Konter, das Spiel ging trotz widriger Bedingungen hin und her. Andre Fliess und der eingewechselte Vuk Toskovic vergaben zwei Konterchancen innerhalb von nur zwei Minuten, auf der anderen Seite konnte Jung den Ball nicht im Tor unterbringen. Eine Riesenchance vergab in der 84. Minute Patrick Barnes, der alleine auf Torhüter Blessing zulief und den Schlussmann anschoss. Somit verpasste es unser Team, sich für die kämpferische Leistung zu belohnen und hätte in der vierminütigen Nachspielzeit beinahe noch den Knockout bekommen. Denn unser Keeper Ioannis Takidis rettete dem Team mit einer Glanztat den einen Zähler. Mutig warf er sich dem Griesheimer Jean-Marie Starck entgegen, der in buchstäblich letzter Sekunde gefährlich vor ihm auftauchte. Glück auch, dass es dem Stürmer nicht gelang, Takidis zu überwinden und unser Tormann reflexartig den Ball abwehren konnte. Unmittelbar danach pfiff Schiedsrichter Steffen Rabe aus Burgwald die Nullnummer der besseren Sorte ab.vikgr-rw-6

Das sagte unser Trainer Daniyel Cimen: „Das ist unglaublich, dass dieses Spiel 0:0 ausgegangen ist, das kann jeder Zuschauer bestätigen. Beide Mannschaften hatten gute Chancen Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben es versäumt mit der ersten Chance das Tor zu machen und dann wird vielleicht hier einiges einfacher. Der Platz wurde mit dem Regen immer schwieriger und in der zweiten Halbzeit wurde es mit dem Starkregen ein Kampfspiel. Die Jungs haben den Kampf angenommen und der Punkt ist, wenn man sich an die letzte Chance von Griesheim erinnert, in Ordnung. Wir sind nicht ganz so unzufrieden, aber auch nicht glücklich darüber. Aufgrund der letzten Aktion sind wir froh, dass es 0:0 ausgeht. Wir müssen und können mit dem Punkt leben und sind froh, dass wir zu Null gespielt haben. Das Spiel hat sehr viel Kraft gekostet und wir haben nur eine kurze Regenerationspause bis zum Spiel gegen RW Darmstadt, wo wir die Punkte einfahren wollen“.

4:1 Sieg gegen OSC Vellmar

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Der couragierte Auftritt unseres Teams im Heimspiel gegen den OSC Vellmar wurde mit einem souveränem 4:1-Sieg belohnt. Die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen spielte über weite Strecken der Partie stark auf und hätte bei einer besseren Chancenverwertung einen Kantersieg gegen die Nordhessen davontragen können, die außer dem Ehrentor zum 3:1 nur noch eine Torchance in den gesamten 90 Minuten für sich verbuchen konnten.  

rw1-vell-4Nach der Auswärtspleite in Fulda (1:4) war die Mannschaft auf Wiedergutmachung aus und wollte ihre verloren geglaubte spielerische Leichtigkeit wiederherstellen. Es dauerte zwar 13 Minuten, bis sie gefährlich vor das Tor der Nordhessen kamen, aber dann ergaben sich Chancen im Minutentakt für das Cimen-Team. Sie waren hellwach, gewannen viele Zweikämpfe im Mittelfeld und starteten gefährliche Angriffe. Bei einem Eckball von Cem Kara köpfte Tim Fliess an den rechten Pfosten. Kurz danach flankte Jeremy Lundy in den Strafraum, Christian Pospischil legte ab auf André Fliess, dessen Abschluss aus acht Metern von OSC-Torhüter Tobias Schlöffel pariert wurde. Weiter ging es nur in eine Richtung,  auf das Tor der Gäste aus dem Norden Hessens.rw1-vell-8 Anil Mus schlug den Ball lang nach vorne, Patrick Barnes umkurvte den Torwart und wurde abgedrängt, passte aber in die Mitte zu Kara, der aus kurzer Distanz an Schlöffel scheiterte. Den Nachschuss setzte Christian Pospischil über den Kasten. Der Führungstreffer lag schon lange in der Luft und dann fiel er auch zwangsläufig. Ghani Wessam Abdul, genannt „Suma“ legte zurück auf Lundy, der von der Strafraumgrenze aus abzog und flach in das linke Eck zum 1:0 traf (26.). Dann hatten die Gäste außer ihrem Tor die wirklich einzige Torchance im gesamten Spiel. Stürmer Rene Huneck nahm im Strafraum einen Steilpass auf, umkurvte RW-Torhüter Ioannis Takidis und Innenverteidiger Damir Topcagic verhinderte auf der Torlinie den Ausgleich. Die nur 110 Zuschauer (Minusrekord!) sahen vor der Pause noch die Möglichkeit von André Fliess, die Vellmars Tormann Tobias Schlöffel zur Ecke klärte und einen trockenen Freistoß von Varol Akgöz, der aus 25 Metern zum 2:0 im Tornetz landete (43.). Der Vellmarer Torwart hatte gar nicht erst reagiert.

rw1-vell-21Nach der Pause wurde die Brust unserer Mannen wieder breiter und Vellmar verlor komplett die Ordnung. Patrick Barnes traf schon nach wenigen Sekunden den Pfosten. Kurz darauf umkurvte André Fliess den Gästetormann und es hieß verdientermaßen 3:0 für Rot-Weiss (53.). Zehn Minuten später waren dann die Vellmarer zum einzigen Mal erfolgreich. Enes Glogic passte in den Lauf von Egli Milloshaj, der den Ball rechts oben im Tor unterbrachte und auf 3:1 verkürzte (63.). Doch vier Minuten danach war es der zur Halbzeit für „Suma“ eingewechselte Milosz Adam Freund, der aus 25 Metern mit einem halbhohen Distanzschuss, mit einem Hammer den alten Abstand wiederherstellte und damit auch den 4:1-Endstand markierte (67.).rw1-vell-9

Trainer Daniyel Cimen: „Ich bin nur zu 90 Prozent zufrieden, denn um 100 Prozent zufrieden zu sein, hätte der Sieg höher ausfallen müssen. Da müssen wir uns definitiv verbessern, denn es wird auch Spiele geben, in denen wir weniger Torchancen haben. Da müssen wir effektiver sein. Nichtsdestotrotz war es heute eine sehr gute Reaktion auf das letzte Spiel. Die Mannschaft hat eine gute Leistung geboten und absolut verdient in der Höhe gewonnen. Wir waren letzte Woche nicht zufrieden, denn mit den zwei Spielen zuvor waren wir einigermaßen einverstanden. Von vielen ist die Messlatte sehr hoch gehängt worden. Heute war die Art und Weise gut. Wir wissen, wo wir vor zwei Wochen standen und wir wissen, wo wir jetzt stehen. Es gilt daran anzuknüpfen und uns weiter zu verbessern. Uns erwartet nächste Woche mit Viktoria Griesheim ein sehr unangenehmer Gegner. Wir wissen, dass wir Konstanz rein bringen müssen, weil wir auch gute Spiele in den vergangenen Wochen und Monaten hatten, aber eben nicht konstant in unseren Leistungen waren. Daran gilt es jetzt Schritt für Schritt zu arbeiten“.                            Vorstand / Fotos Mithat Gürser

 

1:4 in Fulda verloren

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Unser Team ging am Freitagabend im Gastspiel beim SC Borussia Fulda leer aus. Die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen lieferte vor allem im ersten Durchgang einen desolaten Auftritt ab und unterlag den Osthessen auch in dieser Höhe verdient mit 1:4 (0:2). Krasse individuelle Fehler ließen unsere Mannschaft im Stadion an der Johannisau schon in der Anfangsphase ins Hintertreffen geraten. Vor 800 Zuschauern waren die Gastgeber klar überlegen und verpassten einen höheren Heimsieg gegen die „Roten“, die von den letzten sieben Spielen vier verloren haben.

fulda-rw1-15Unser Trainer Daniyel Cimen brachte beim Flutlichtauswärtsspiel in Fulda Jeremy Lundy von Anfang an. Dafür musste der Südkoreaner Jongin Park auf die Ersatzbank weichen. Ansonsten vertraute der Coach jener Anfangsformation, die gegen den KSV Baunatal mit 2:1 gewonnen hatte. Erneut begannen Sercan Demir und Ertugrul Erdogan von Beginn an, dagegen nahm Neuzugang Anthony Wade auf der Ersatzbank Platz. Borussia Fulda startete mutig in diese Partie und störte die Aufbauversuche der SG Rot-Weiss sofort mit aggressivem Pressing. Diese Entschlossenheit zahlte sich früh aus, denn zwar konnte unser Torhüter Ioannis Takidis die erste Kopfballchance von Dennis Müller nach einer Rechtsflanke zunichtemachen, aber nach dem daraus resultierenden Eckball fiel schon der Führungstreffer für die Borussen. Die flach hereingetretene Ecke von Felix Beck wurde von Dennis Müller verlängert. Unsere Abwehr griff nicht ein und Stürmer Dominik Rummel gekommen, stocherte den Ball zum 1:0 über die Linie (4.). Nach dieser eiskalten Dusche zu Beginn folgte schon bald die nächste für die Gäste, die keinen Zugriff auf das Spiel bekamen. Ertugrul Erdogan trat am Strafraumrand Fuldas Müller um und es gab natürlich Elfmeter für Fulda. Ärgerlich aus Sicht der „Roten“ war, dass es überhaupt keine Notwendigkeit für ein Foulspiel gab, da überhaupt keine Torgefahr bestand. Leon Pomnitz legte sich den Ball zurecht und verwandelte den Strafstoß zum 2:0 für die Hausherren (12.).

fulda-rw1-9Fulda blieb die wachere und griffigere Mannschaft, gewann viele Zweikämpfe im Mittelfeld und entlastete immer wieder mit Angriffen. Die Gäste tauten erst nach einer Viertelstunde allmählich auf und näherten sich der gegnerischen Box mit einem Mix aus langen Bällen und Kurzpasskombinationen an. Die einzige richtige Chance der Brentanobad-Kicker vergab Ertugrul Erdogan per Kopfball auf Flanke von Ghani Wessam Abdul. Er scheiterte an Borussia-Torhüter Kenan Mujezinovic. Doch die Fuldaer Brust war breiter und das zeigte sich auch bis zur Pause. Zunächst wurde ein Freistoßtor von Rummel wegen einer strittigen Abseitsentscheidung aberkannt. Dann flankte Dustin Ernst von der rechten Seite und Müller nahm den Ball volley und traf zum 3:0-Halbzeitstand (43.).

fulda-rw1-11Mit Wiederbeginn rannte Fulda wieder hochmotiviert an und setzte unsere Abwehrkette unter Druck. Daniyel Cimen hatte in der Halbzeit reagiert und für die indisponierten Sercan Demir und Ertugrul Erdogan mit Anthony Wade und Andre Fliess zwei frische Offensivkräfte gebracht. Nach einer Hereingabe von Dustin Ernst war Stürmer Youness Bahssou zur Stelle und erhöhte sogar auf 4:0 (52.). Spätestens jetzt drohte unseren verunsicherten und völlig von der Rolle stehenden Spielern ein Debakel. Wenigstens gelang Varol Akgöz mit einem abgefälschten Weitschuss noch das Ehrentor zum 4:1 (58.). Die spielerische Leichtigkeit aus der Vorsaison beziehungsweise dem Beginn der aktuellen Saison ist wie verschwunden. Viele Spieler spielen weit unter ihrer Normalform und ohne jede.

fulda-rw1-4Unser Trainer Daniyel Cimen: “ Zwei krasse individuelle Fehler haben zum 0:2 Rückstand geführt. Wir haben von Anfang an nur Fehler und Fehlpässe produziert und uns zu wenige Chancen erspielt. Die Art und Weise, wie wir verloren haben, ist nicht erklärbar. Da muss sich definitiv etwas ändern. Fulda musste sich nicht anstrengen, da wir es dem Gegner sehr einfach gemacht haben“. Der enttäuschte Trainer forderte: „Jeder Spieler muss seine eigene Leistung hinterfragen und wir als Trainerteam auch. Dann müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen und uns mit der Situation beschäftigen. Oben mitspielen können wir in dieser Verfassung vergessen“. Der ehemalige Bundesligaspieler merkte an: „Zur Not müssen wir unser Spiel komplett umstellen und ergebnisorientierter spielen. Das war ein kollektives Versagen und auch die Führungsspieler sind mit untergegangen“. Warum es nicht mehr so läuft wie im Vorjahr? Dazu Cimen: „Wir bekommen die Konstanz nicht rein. Letztes Jahr waren alle auf einem Topniveau. Diese Messlatte schaffen wir dieses Jahr nicht. Jeder muss sich jetzt auf das fokussieren, was er kann. Dann können wir jeden Gegner in dieser Liga schlagen. Wir müssen jeden Spieler in die Pflicht nehmen und das schon im Heimspiel gegen Vellmar“.

2:1 Heimsieg gegen Baunatal

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Rot-Weiss-Coach Daniyel Cimen musste sein Team im Vergleich zum Mittwoch nur auf einer Position umstellen. Cem Kara begann für den spielunfähigen Anthony Wade, der auf der Tribüne Platz nahm. Dabei hatte nicht nur der frühere Eschborner Torjäger freie Platzwahl, denn der Zuschauerzuspruch war erneut beschaulich. Etwa 140 Besucher verloren sich im weiten Rund des Brentanobadstadions, darunter mit dem ehemaligen Bundesligatrainer Dragoslav Stepanovic ein prominenter Gast. Die Nordhessen aus Baunatal hatten zuletzt wechselhafte Ergebnisse erzielt. Zwei Siege und zwei Niederlagen lautete die Bilanz des Teams von KSV-Trainer Tobias Nebe vor dem Gastspiel in der Mainmetropole.

rw-baun-13Mit Rückenwind aus dem Urberach-Spiel ausgestattet startete die SG Rot-Weiss in die Begegnung. Die Cimen-Elf agierte mutig und probierte nach Balleroberungen schnell umzuschalten. Dabei verbuchten die Hausherren in der ersten Viertelstunde drei Halbchancen. Nach einem Freistoß von Patrick Barnes konnte Baunatals Torhüter Pascal Bielert den Ball nicht festhalten und den Nachschuss setzte Christian Pospischil am Tor vorbei. Kurz darauf parierte der KSV-Keeper einen Flachschuss von Varol Akgöz. Eine weitere Möglichkeit leitete Ertugrul Erdogan mit einer Drehung im Strafraum ein. Auch seinen Abschluss hielt der KSV-Schlussmann und Cem Kara setzte die Kugel im Nachsetzen über das Tor. Auf der anderen Seite konnten sich die Baunataler zunächst nicht wirklich entfalten. Eine Flanke von der rechten Seite landete in der Mitte bei Manuel Pforr, der den Schuss total verzog, sodass das Spielgerät an der Eckfahne landete. Mehr Offensivaktionen hatten die „Nordlichter“ im ersten Durchgang nicht zu bieten. Nach der teilweise engagierten Anfangsviertelstunde versuchte Rot-Weiss, fortan das Geschehen an sich zu reißen. Nach einer abgewehrten Ecke wehrten die Nordhessen den Ball zu kurz ab und Patrick Barnes versuchte es aus dem Rückraum, verfehlte das Tor aber knapp. Die Abwehr der Gastgeber, eine der besten der Liga, stand weiterhin sicher. Ansonsten passierte dann erstmal aus dem Spiel heraus nicht viel, bis die letzte Minute der ersten Hälfte anbrach. Innenverteidiger Damir Topcagic schlug fast schon aus Verzweiflung einen langen Ball von der Mittellinie nach vorne. Torjäger Varol Akgöz nahm den Ball im Strafraum an und schoss ihn flach zum 1:0 für die Frankfurter ins Netz (45.). Doch die Gäste erholten sich schnell von diesem Schock und da Schiedsrichter Marcus Rolbetzki aus Marburg noch zwei Minuten Nachspielzeit drauf packte, gelang Manuel Pforr mit der letzten Aktion des ersten Durchgangs der Ausgleich. Ein Flatterball aus 25 Metern landete zum Entsetzen für RW-Torhüter Ioannis Takidis im Torwinkel und es hieß 1:1 zur Pause (45./+2).

rw-baun-25Im zweiten Durchgang waren die Frankfurter weiterhin um die Entscheidung bemüht. Von den Baunatalern war weiterhin nicht viel zu sehen. Sercan Demirs Schuss aus der zweiten Reihe ging knapp am Tor vorbei. Nach der Hereinnahme von Stürmer Vuk Toskovic für Patrick Barnes kamen die „Roten“ offensiver daher und erzwangen den Siegtreffer. Der fleißige Jongin Park tankte sich auf der rechten Seite dynamisch durch und flankte in die Strafraummitte, wo Varol Akgöz mit dem Kopf zur Stelle war und zum 2:1 traf (70.). In der Schlussviertelstunde verpasste Akgöz mit einem wuchtigen Schuss aus spitzem Winkel nach Zuspiel von Cem Kara die Entscheidung. So machte es Rot-Weiss noch einmal unnötig spannend, da die Nordhessen nun etwas stärker aufkamen. Nach einem Freistoß des Baunatalers Antonio Bravo Sanchez aus dem Halbfeld konnte die Frankfurter Abwehr nicht klären und Tom Samson schoss den Abpraller ganz knapp über das Tor von Takidis. Dass nun jede Minute möglichst bald verstreichen sollte, merkte auch der Torwart der Frankfurter. Sein immer wieder gerne eingesetztes Mittel der Zeitverzögerung ahndete Schiedsrichter Marcus Rolbetzki aus Marburg mit der Gelben Karte.

rw-baun-18Eine letzte brenzlige Situation für die Rot-Weißen entschärfte Abwehrmann Topcagic, der sich in den Abschluss von Till Neumann warf, nachdem dieser sich über die rechte Seite durchgespielt hatte. Dabei verletzte sich der Serbe, konnte aber nach einer längeren Behandlungspause weiterspielen. Cimen stellte daraufhin um und brachte mit Anil Mus und Marko Kopilas zwei lange Abwehrspieler, die erfolgreich mithalfen, den sechsten Saisonsieg über die Zeit zu retten und die englische Woche mit einem weiteren Dreier abzuschließen. Auch in der vier Minuten dauernden Nachspielzeit passierte nichts mehr, sodass die Männer in den rot-weißen Trikots nach dem Schlusspfiff jubelnd die Arme hochreißen konnten.

RW-Trainer Daniyel Cimen zeigte sich hinterher zufrieden: „Nach den zwei Negativerlebnissen haben wir am Mittwoch natürlich nicht vor Selbstvertrauen gestrotzt. Wir können nicht jeden Gegner an die Wand spielen. Wir müssen uns langsam wieder reinkämpfen und das haben die Jungs heute wieder einen Tick besser gemacht als gegen Urberach. Heute kam sogar noch die spielerische Note hinzu. Wir haben uns einige Chancen herausgespielt. Deswegen sind wir auf einem gutem Weg. Wir wissen, wo wir noch vor einer Woche standen und wir wissen auch jetzt, wo wir noch stehen. Deswegen sind wir froh, dass wir diese englische Woche positiv abschließen konnten“. Zur Leistung des Doppeltorschützen Varol Akgöz meinte der ehemalige Bundesligaprofi: „Varol hat keine gute Vorbereitung hinter sich. Er hatte einige Verletzungen und Fehlzeiten. Das war schwer zu kompensieren. Nach den ersten vier Spielen war er wieder zwei Wochen außer Gefecht. Er braucht noch Zeit und muss seine Form noch finden. Die Tore die er heute gemacht hat, das hat er einfach drauf. Deswegen sind wir ganz froh, dass wir ihn haben und er hat heute nicht nur wegen den Toren ein tolles Spiel gemacht“.

1:0 Heimsieg gegen Urberach

rw-urb-41:2 Niederlage in Seligenstadt

selig-rw-25Unser Team scheint nach der zweiten Niederlage in Folge im Mittelmaß der Hessenliga zu versinken. Die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen unterlag im Gastspiel am Samstagnachmittag bei den Sportfreunden Seligenstadt mit 1:2 und setzte den Negativtrend der letzten Wochen fort. Von den letzten vier Spielen wurden drei verloren, mittlerweile sind wir auf Rang neun abgefallen und das Spitzenduo Hessen Dreieich und Eintracht Stadtallendorf ist schon auf elf Punkte davon gezogen. Seligenstadt bot eine ordentliche Gesamtleistung und verdiente sich den fünften Saisondreier mit einer kaltschnäuzigen Offensive.

Nach der bitteren 1:3-Heimniederlage gegen den SC Hessen Dreieich stellte unser Coach Daniyel Cimen sein Team auf drei Positionen um. Milosz Adam Freund, Jeremy Lundy und Andre Fliess begannen für Jongin Park, Christian Pospischil und Cem Kara, die auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten. Schon nach wenigen Minuten hätten sich unsere Spieler nicht beschweren dürfen, wenn sie schon frühzeitig in Rückstand geraten wären. Die Einhardstädter legten vor 240 Zuschauern mit Elan los und schon nach 27 Sekunden wurde es im Strafraum bei uns brenzlig. Mit einem schnell ausgeführten Freistoß wurde unser Abwehrverbund ausgehebelt, Patrick Hofmann stand plötzlich alleine vor unserem Torhüter Ioannis Takidis, scheiterte aber am gut reagierenden Schlussmann. selig-rw-16Zwei Minuten danach ließ sich unsere Defensive erneut mit einem langen Ball übertölpeln und diesmal setzte Seligenstadts Mittelstürmer Carlos McCrary den Ball am Tor vorbei. Bei Temperaturen um die 24 Grad agierte die Schmidt-Elf mutig und versuchte nach Balleroberungen schnell umzuschalten. Doch richtig gefährlich wurde es in der Folge weder vor dem Tor von Takidis, noch vor dem Kasten von Seligenstadts Torwart Daniel Duschner, der in der ersten halben Stunde beschäftigungslos blieb. Aus dem Spiel heraus passierte nicht viel, erst als Freund mit einem öffnenden Pass aus dem Halbfeld das Spiel eröffnete, kamen auch unsere Jungs mal zu einer Torchance. Patrick Barnes legte auf Varol Akgöz ab, dessen Schuss aber über dem Tor der Gastgeber landete. Was unsere diesmal ganz in blau spielenden „Roten“ auf dem Rasenplatz anboten, das hatte nichts mehr mit einer Spitzenmannschaft zu tun. Hatte die Cimen-Elf noch zu Beginn der Saison Chance um Chance kreiert, so war der Abschluss von Akgöz die einzige nennenswerte Möglichkeit im ersten Abschnitt. Ansonsten probierte es Akgöz kurz vor der Pause mit einem Freistoß aus halblinker Position, der mittig bei Torwart Duschner landete, der die Kugel zur Ecke lenkte.

selig-rw-17Im zweiten Durchgang hatte erstmal unsere Mannschaft die erste Torchance. Der Flankenball von Tim Fliess erreichte Patrick Barnes am rechten Strafraumrand, der das Spielgerät volley über das Tor setzte. Dann leistete sich unser Abwehrspieler Marko Kopilas einen Fehlpass, davon profitierte Hofmann. Sein Zuspiel erreichte McCrary, den RW-Tormann Takidis im Strafraum von den Beinen holte. Es gab natürlich Elfmeter, den Kouami Edem Dalmeida sicher zum 1:0 für die Sportfreunde verwandelte (51.). Kurz darauf hätten die Hausherren gleich erhöhen können, denn ein Freistoß von Hertrich aus dem Halbfeld führte zur nächsten Chance für McCrary, aber Takidis war gegen den US-Amerikaner auf dem Posten. Acht Minuten nach dem Strafstoß für die Gastgeber, deutete Schiedsrichter Simon Müller aus Sinntal auch auf der Gegenseite auf den ominösen Punkt. Akgöz hatte Wade im Strafraum angespielt, der von Seligenstadts Piarulli umgelegt wurde. Patrick Barnes versenkte den Strafstoß zum 1:1-Ausgleich (59.). Danach sah es lange nach einem Unentschieden aus, nur Hertrich sorgte mit einem Distanzschuss für etwas Gefahr vor dem Tor von Takidis. Die Entscheidung fiel aber eine Viertelstunde vor Spielende zugunsten der Platzherren. Unser Verteidiger Anil Mus wurde überlaufen, der Pass in die Spitze landete wieder beim brandgefährlichen McCrary, der flach ins lange Eck zum 2:1-Siegtreffer der Sportfreunde Seligenstadt einschoss (75.). Von unserem war nach dem Rückstand nichts mehr zu sehen, außer zaghaften Bemühungen brachten unsere Stürmer nichts mehr auf die Reihe. Das war insgesamt sehr enttäuschend anzusehen. Stattdessen hätte McCrary fünf Minuten vor dem Ende sogar erhöhen können, setzte aber eine Hofmann-Flanke per Flugkopfball völlig freistehend am Kasten vorbei.

selig-rw-26Das sagte unser Trainer Daniyel Cimen: „Ich denke, dass wir nach dem heutigen Spiel gar nicht mehr über oben nachdenken müssen. Wir kamen sehr holprig in das Spiel und haben gleich eine Riesenchance für McCrary zugelassen. Es war danach ein relativ ausgeglichenes Spiel mit mehr Chancen auf Seligenstädter Seite. Wir haben uns wenig erspielt und wenig erarbeitet. Das ist für mich absolut enttäuschend. Das Spielerische war immer unsere große Stärke. Seligenstadt hat sehr gut verteidigt und wir haben heute wenige bis keine Mittel gefunden, um uns durchzuspielen. Der Sieg für die Sportfreunde geht in Ordnung. Ärgerlich war, dass wir in unserer Drangphase zu Beginn der ersten Halbzeit das Gegentor bekommen haben. Wir haben danach alles probiert, aber es ist uns nicht gelungen, die Abwehr auszuspielen. Wir müssen uns schütteln und sind tief enttäuscht. Am Mittwoch gegen Viktoria Urberach wartet das nächste Spiel. Da müssen wir uns neu aufstellen und versuchen, das Spiel zu gewinnen“.

1:3 gegen Hessen Dreieich verloren

Bittere Heimniederlage

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Dass beide Mannschaften zum Favoritenkreis in der höchsten hessischen Spielklasse zählen, das dürfte den vielen Fußball-Freunden im Rhein-Main-Gebiet durchaus bekannt sein. Dementsprechend erwartete man am Rödelheimer Parkweg ein Spitzenspiel zwischen den beiden ambitionierten Klubs, die übrigens in der Saison 2014/15 gemeinsam aus der Verbandsliga Süd in das hessische Fußball-Oberhaus aufgestiegen waren. Die erste Möglichkeit hatte unser Team, das wieder auf den zuletzt verletzten Torjäger Varol Akgöz zurückgreifen konnten. Nach einer flachen Hereingabe von Patrick Barnes kam dann Akgöz auch tatsächlich zum Abschluss, platzierte den Ball aber klar am von Paul Jivan gehüteten Tor der Gäste vorbei. Im Gegenzug ging die Mannschaft aus Sprendlingen in Führung. Unsere Abwehr zeigte sich bei einer Flanke völlig unsortiert. rw-drei-18

Das nutzte der afghanische Nationalspieler Zubayr Amiri aus und köpfte den aufspringenden Ball platziert zum 1:0 für Hessen Dreieich in die linke Ecke (5.). Unsere Mannschaft brauchte etwas Zeit, um sich vom frühen Rückstand zu erholen. Jongin Park hatte nach 19 Minuten den Ausgleich auf dem Fuß, als der Südkoreaner knapp links am Kasten der „Hessen“ vorbeizielte. Zwei Minuten danach war der Gleichstand dann doch vollbracht. Anthony Wade erlief einen langen Ball in die Spitze und traf mit Hilfe des Innenpfostens, von welchem die Kugel in das Tornetz sprang, zum umjubelten 1:1 (21.). In der Folge war das Spiel mehr von der Taktik geprägt. Beide Teams neutralisierten sich insoweit, dass dem Gegner Tormöglichkeiten in dieser Phase nicht gestattet wurden. Bis Dreieichs Torschütze Amiri im Strafraum durch Ghani Wessam Abdul zu Fall kam. Schiedsrichter Simon Heß aus Heppenheim erkannte die Situation als elfmeterreif an, womit er allerdings recht alleine war. Den Strafstoß konnte Youssef Mokhtari allerdings nicht im Tor unterbringen. Unser Torwart Ioannis Takidis ahnte die Ecke, tauchte ab und verhinderte mit einer Glanzparade den Rückstand (43.).rw-drei-12

Unverändert kamen beide Teams aus den Katakomben und starteten in den zweiten Durchgang, der etwas verflachte. Höhepunkte waren weiterhin rar gesät, wie etwa ein Abschluss von Khaibar Amani – einem weiteren Nationalspieler Afghanistans – auf Flanke von seinem Landsmann Amiri. Kurz darauf hatte Anil Mus bei einer Volleyabnahme Amiris den Fuß dazwischen. Von unserem Team kam in der Offensivabteilung im zweiten Abschnitt ganz wenig. Kara, Wade, Akgöz und Barnes, der in der 63. Minute gegen Andre Fliess ausgetauscht wurde, konnten sich gegen die sichere Abwehr des SC Hessen kaum mal in Szene setzen. Vieles deutete auf ein leistungsgerechtes Unentschieden hin, bis die Gäste in der Schlussviertelstunde entscheidend zulegten. Der Kroate Tino Lagator tauchte dann frei vor Tormann Takidis auf und brachte die Bommer-Elf mit seinem 2:1 auf die Siegerstraße (76.). Im Abseits wähnten dabei die Frankfurter den Torschützen, jedenfalls reklamierten unsere Jungs nach dem Gegentor beim Schiedsrichtergespann. Doch alle Proteste waren zwecklos, denn das Zuspiel kam in dem Fall vom Gegner. Von diesem plötzlichen Rückstand erholte sich die Mannschaft nicht mehr. Zwar hatte Kara noch einmal eine Möglichkeit im Strafraum, scheiterte aber an Jivan im Dreieicher Kasten. Im Gegenzug verwandelte Amiri eine Flanke vom linken Flügel am „zweiten“ Pfosten direkt und markierte den 3:1-Endstand für den SC Hessen Dreieich (84.). Das Aufbäumen unserer Mannschaft blieb in der Schlussphase erstaunlicherweise aus.rw-drei-22

Hessen Dreieichs Trainer Rudi Bommer zog folgendes Fazit: „Ich bin froh, dass es so gut läuft, denn wir mussten auch einige Neuzugänge vor der Saison integrieren. Es war ein sehr gutes Oberligaspiel, in dem wir gut in das Spiel gefunden haben. Wir haben viele Dinge aus dem letzten Spiel korrigiert und den Kampf angenommen. Wir haben dann zur richtigen Zeit zugeschlagen und zu Recht die drei Punkte geholt“.

Unser Coach Daniyel Cimen analysierte: „Der Sieg der Gäste geht auch in der Höhe in Ordnung. Wir kamen in der ersten Halbzeit überhaupt nicht in das Spiel. Man hat eine Nervosität bei uns gespürt. Erst mit dem Ausgleich waren wir im Spiel drin. Es war ein sehr intensives Spiel auf sehr gutem Niveau. Danach hatten wir eine gute Phase, wo wir hätten in Führung gehen können. Wir hatten Glück, dass wir nicht durch den Elfmeter in Rückstand gerieten. In der zweiten Halbzeit haben wir fast alles vermissen lassen. Wir haben 60 oder 70 Prozent der Zweikämpfe verloren. So kann man gegen so einen Gegner nicht bestehen und somit haben wir das Spiel absolut verdient verloren“. Auf die Frage, ob man denn nach dieser Niederlage die eigenen Ansprüche zurückschrauben müsse, antwortete der ehemalige Bundesligaspieler: „Ansprüche muss man definieren. Unser Ziel war es, im oberen Drittel mitzuspielen. Für viele sind wir ein Meisterschaftsfavorit, was ich nicht so sehe. Deswegen versuchen wir weiter oben dabei zu sein. Grenzen wurden uns heute definitiv gezeigt, gerade was das kämpferische und läuferische angeht. Da hat uns heute die Leidenschaft gefehlt. Es gibt eben auch Spiele, wo es spielerisch nicht läuft. Daran werden wir arbeiten und wieder zu unseren Punkten kommen“.

3:1 Sieg in Hadamar

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Unser Team kehrte nach der enttäuschenden Niederlage in Stadtallendorf wieder in die Erfolgsspur zurück. Die Mannschaft von Trainer Daniyel Cimen setzte sich im Gastspiel beim SV Rot-Weiss Hadamar mit 3:1 durch und machte in der Tabelle damit einen Sprung auf Platz vier. Dank einer leidenschaftlichen Leistung brachte sich unsere Mannschaft nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte durch ein Elfmetertor nach einer Stunde auf die Siegerstraße. Die Gastgeber, die aufgrund eines nicht anerkannten Abseits Tores mit dem Schiedsrichter haderten, mussten zwei Minuten vor dem Ende den endgültigen Nackenschlag einstecken. Mit dem zweiten Auswärtssieg konnte unser Team  die Westerwälder in der Tabelle überflügeln, die ihrerseits die zweite Niederlage kassierten.had-rw-10

Die Marschroute für das Spiel an der Faulbacher Straße war aus unserer Sicht klar. Die Abwehr sollte stabil stehen und sich nicht noch einmal derart übertölpeln lassen wie vor Wochenfrist bei der 1:2-Niederlage in Stadtallendorf. Und im Angriffsspiel sollten auch ohne die beiden, wegen Verletzungen ausgefallenen Spieler, Andre Fliess und Varol Akgöz, die nötigen Tore fallen. Gleich zu Beginn bot sich den diesmal ganz in weiß agierenden „Roten“ eine gute Freistoßgelegenheit aus 25 Metern Torentfernung. Cem Karas präzise getretenen Standard konnte Hadamars Tormann Leon Hasselbach entschärfen und zur Ecke klären. Auf der Gegenseite tauchte einige Minuten später Jurij Gros vor dem Tor von RW-Keeper Ioannis Takidis auf, konnte den Schlussmann aber mit seinem schwachen Abschluss nicht überwinden. Kurz darauf zielte Jonas Herdering von den Gastgebern klar über den Kasten. Die beste Chance der Gäste vom Rödelheimer Parkweg vergab anschließend nach einem Steilpass von Tim Fließ Stürmer Anthony Wade, der den SVH-Tormann bereits umspielt hatte. Doch Hadamars Steffen Rücker rettete den kullernden Ball noch vor dem Passieren der Torlinie.had-rw-16

Hadamar erwies sich als unangenehmer Gegner. Die Gastgeber standen eng am Mann, gingen giftig in die Zweikämpfe und störten unseren Spielaufbau damit empfindlich. Nach der Balleroberung schalteten die Westerwälder dann schnell um und starteten überfallartige Konter. Herdering tauchte nach einem solchen frei vor Takidis auf, doch der Ball ging am Tor vorbei. Wenig später wurde Hadamar dann für seinen couragierten Auftritt belohnt: Neugebauer flankte präzise in die Mitte zu Gros, der die Kugel nur noch zum 1:0 über die Linie köpfen musste (21.). In der Folge antwortete unsere Mannschaft mit wütenden Angriffen. Patrick Barnes knallte den Ball auf Zuspiel von Pospischil aus 16 Metern gegen den Pfosten, den Abpraller verwertete der heranstürmende Jongin Park aus kurzer Distanz zum 1:1 (24.). Es war der erste Saisontreffer des Südkoreaners, der innerstädtisch vom Absteiger Oberrad zu den „Roten“ wechselte und sich mittlerweile mit guten Leistungen einen Stammplatz im Cimen-Team erspielt hat. Danach hatte unsere Elf eine gute Phase bis zum Seitenwechsel, gekrönt von Cem Karas Freistoß aus 25 Metern, den Hasselbach erneut zur Ecke klärte. Ansonsten warf sich Hadamar mit Leidenschaft in jeden Zweikampf, zerstörte damit viele Angriffsversuche der Frankfurter und blieb selbst durch Konter gefährlich.had-rw-20

In der Halbzeit ließ Trainer Cimen seine Elf personell unverändert auf dem Rasen agieren. Sein Team hatte dann auch gleich eine Riesenchance. Cem Kara wurde steil auf die Reise geschickt und überwand Hasselbach im Hadamarer Tor. Der Abschluss war jedoch zu schwach, da die Kugel zu langsam Richtung Tor kullerte und rechtzeitig noch von Kuczok von der Torlinie gekratzt werden konnte. Nach einer Stunde bekam unsere Elf dann einen Strafstoß zugesprochen. Park hatte Wade steil geschickt und SVH-Tormann Hasselbach brachte ihn im Strafraum zu Fall. Diese Gelegenheit ließ sich Patrick Barnes natürlich nicht entgehen und verwandelte den Elfmeter souverän zur 2:1-Führung für die Mannschaft  (61.). Durch den plötzlichen Rückstand musste Hadamar die Taktik ändern und war gezwungen, offensiv anzurennen. Unsere Mannschaft aber verwaltete den Vorsprung souverän und ließ hinten nichts anbrennen. Bei den Kontern setzten unsere Spieler Nadelstiche. Pospischil verfehlte aus zentraler Position das Tor und Tim Fliess schoss den Ball über den Kasten der Platzherren, die in der 83. Minute mit Schiedsrichter Patrick Werner aus Rüsselsheim sowie seinem Assistenten Mirko Radl aus Gernsheim haderten. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff traf Lukas Haubrich in das Tor der Gäste. Es wäre das 2:2 gewesen, wurde aber nicht anerkannt, da Assistent Radl vorher die Fahne gehoben hatte. Es folgten wütende Proteste der Hausherren, die das Schiedsrichtergespann bedrängten und gegen diese Entscheidung lautstark protestierten. Unsere Spieler ließen sich von der Aufregung aber nicht beeindrucken und spielten ihr Spiel souverän zu Ende. Im Zuge einer weiteren Kontersituation landete eine Hereingabe von der rechten Seite bei Anthony Wade, der zum Endstand einschob (88.). Unsere Jungs ließen nichts mehr zu, siegten am Ende mit 3:1 und verbuchten drei wichtige Zähler auf dem Punktekonto.had-rw-8

Das sagte unser Trainer Daniyel Cimen: „In der ersten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften hatten ihre Chancen. Nach unserem Ausgleich hatten wir eine sehr gute Phase bis zur Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel hätten wir gleich durch Kara in Führung gehen können. Nach dem Elfmeter hätten wir höher führen können. Dadurch wurde es am Ende doch ein unglaublich enges Spiel. Wir hätten uns über einen Ausgang von 2:2 nicht beschweren können. Aber ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Auch wenn es in der letzten halben Stunde spielerisch nicht mehr lief, haben sie sich reingekämpft und reingekniet. Dadurch haben wir den Sieg erzwungen“.

 

1:2 Niederlage in Stadtallendorf

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Unser Team musste im fünften Spiel der neuen Saison die erste Niederlage hinnehmen. Bereits zur Halbzeit lagen die „Roten“ nach einer dürftigen Vorstellung mit 0:2 hinten. 20 Tore aus den ersten vier Spielen ließen auf mehr hoffen, aber an diesem Nachmittag lief offensiv nichts zusammen, sodass am Ende eine verdiente 1:2-Niederlage zu Buche stand. 

Die Initiative ergriffen sofort die Hausherren, die zuvor in vier von fünf Begegnungen siegreich geblieben waren. Vom Anpfiff weg signalisierten die ganz in weiß spielenden Hausherren, dass sie an diesem sonnigen Nachmittag den fünften Saisondreier einfahren wollten. Die Mittelhessen hatten mehr Ballbesitz und hebelten die Deckung der Gäste durch Standards aus. Erdinc Solak, der die Eckbälle der Platzherren von beiden Seiten trat, brachte den Ball herein und die mit einer Raumdeckung operierenden Frankfurter ließen Stadtallendorfs Dominik Völk im Strafraum völlig außer Acht. Dieser traf die Kugel per Volleyabnahme perfekt und das Spielgerät landete im rechten Eck zum 1:0 für die Gastgeber (7.). Trotz des frühen Rückstandes spielte unsere Mannschaft weiter mit einer abwartenden Haltung und leistete sich viele Abspielfehler. Stadtallendorf setzte weiter auf Standards, bei der die Abwehr von Rot-Weiss nicht gut aussah. So fiel das zweite Tor der Mannschaft von Trainer Dragan Sicaja nach einem ähnlichen Muster. Wieder trat Solak die Ecke – diesmal von der linken Seite – der Ball sprang einmal im Strafraum der „Roten“ auf und am langen Pfosten stand Ceyhun Dinler, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einköpfte (24.). Diese Führung war ob des taktisch sehr disziplinierten Auftritts der Stadtallendorfer vollauf verdient.allend-rw-19

Die Mannschaft vom Brentanobad, die in blauen Trikots, roten Hosen und roten Stutzen antrat, konnte dem Spiel zu keiner Zeit ihren Stempel aufdrücken. Genauso befremdlich, wie die ungewohnte Farbkombination der Spielkleidung, war auch das Spiel unseres Teams. Ungefährlich und umständlich in der Offensive – zaghaft und inkonsequent in der Defensive. Da passte es in das triste Bild, dass die einzige „Torchance“ für unsere Elf von der Heimmannschaft selbst heraufbeschworen wurde. Muhamet Arifis verunglückte Rückgabe aus 20 Metern senkte sich überraschend auf die Querlatte des von Hrvoje Vincek gehüteten Tores. Wäre auf der anderen Seite unser Torhüter Ioannis Takidis nicht gewesen, hätten wir zur Pause gut und gerne noch höher zurückliegen können. Gekonnt entschärfte der Tormann einen Freistoß aus spitzem Winkel von Solak kurz vor der Halbzeit. Und dann fingen sich unsere Jungs noch einmal und starteten wenigstens einen halbwegs vernünftigen Angriff. Cem Kara legte auf Andre Fliess auf, aber Vincek war mit dem unplatzierten Schuss natürlich nicht zu überwinden.allend-rw-33

Zur Pause reagierte unser Coach Daniyel Cimen und nahm den wirkungslosen Vuk Toskovic aus der Partie. Mit Anthony Wade kam ein belebendes Element für die Offensive. Rot-Weiss spielte nun mehr nach vorne, doch Cem Kara und Andre Fliess konnten sich zunächst im Strafraum nicht durchsetzen. Mit einer klaren Gelegenheit näherte sich unser Team mehr und mehr dem Anschlusstreffer an. Patrick Barnes tankte sich durch den Strafraum und spielte dann quer zu Andre Fliess, der den Ball aber freistehend aus drei Metern am Kasten vorbei setzte. Kurz darauf war es Wade, der aus 20 Metern über das Stadtallendorfer Tor schoss. Zwar agierten die Frankfurter weiter ohne hohes Tempo im Offensivspiel, kamen aber dennoch eine Viertelstunde vor Schluss zum 2:1. Wieder drang Barnes in den Sechzehner ein, gab weiter zu Andre Fliess, der Wade neben sich sah. Aus kurzer Distanz drückte der Ex-Eschborner die Kugel über die Linie (75.). Die Gastgeber hätten die Partie fünf Minuten später schon entscheiden können, aber der eingewechselte Okay Yildirim drosch den Ball nach einer Hereingabe aus kürzester Tordistanz weit über das Gehäuse der Gäste. Die große Schlussoffensive der Cimen-Elf blieb aber aus. Zwar blieb das Spiel bis zur letzten Sekunde der dreiminütigen Nachspielzeit offen, aber mehr als einen Heberversuch von Barnes, den Vincek locker abfing und einen Kopfball von Barnes am Tor vorbei nach einem Freistoß des eingewechselten Freund brachten die Gäste vom Rödelheimer Parkweg nicht mehr zustande. Somit war die Enttäuschung im Lager der „Roten“ nach dem Schlusspfiff angesichts des biederen Auftritts mehr als nur verständlich.

 

7:1 Sieg gegen SV Steinbach

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Mit 7:1 (2:0) fegte unser Team Hessenliga-Aufsteiger SV Steinbach aus dem Stadion am Brentanobad. Bei konsequenterer Torchancenauswertung hätte man durchaus auch zweistellig gewinnen können. Bis auf eine leichte Schwächeperiode, in der die Gäste aus Osthessen zum Anschlusstreffer kamen, hatten die „Roten“ bei Temperaturen um die 35 Grad das Geschehen im Griff und demontierten die Mannschaft von SVS-Trainer Jürgen Wiegand. Mit drei Siegen aus vier Spielen nimmt das Team von RW-Trainer Daniyel Cimen so langsam Kurs Richtung Tabellenspitze. Beeindruckend ist vor allem das Torverhältnis von 19:3 Toren, das derzeit mit Abstand beste der Liga.

rw-stb-26Enttäuschend war an diesem heißen Sommertag nur die geringe Zuschauerzahl. Nur das angrenzende Schwimmbad war brechend voll und die Bundesliga ging auch wieder los. Da musste man schon besonders hartgesotten sein, um sich bei diesen hohen Temperaturen das Offensivspektakel unserer Jungs nicht entgehen lassen zu wollen. Und die Zuschauer hatten trotz der Hitzewelle unter dem schattigen Dach – in der prallen Sonne auf der Gegengerade stand übrigens verständlicherweise niemand – ihren Spaß am Auftritt unseres Teams, sofern sie nicht zu der kleinen Gruppe der Steinbacher Anhänger gehörten. Unsere „Roten“ starteten von Beginn an mit Tempo und Spielfreude in die Partie gegen den SV Steinbach – nicht zu verwechseln mit dem Regionalligisten TSV Steinbach, der erst kürzlich im Hessenpokal bei uns gastierte. Das Team brauchte jedoch eine Viertelstunde Anlaufzeit, um ins Rollen zu kommen. Als Initialzündung diente dabei das 1:0 von Varol Akgöz, welches er auf Zuspiel von Patrick Barnes in die Schnittstelle der Abwehr erzielte. Akgöz enteilte der sich aufgrund einer Verletzung in Unterzahl befindenden Gäste-Abwehr und schob zum Führungstreffer ein (15.). rw-stb-10

Es folgte Einbahnstraßen-Fußball im Stadion am Brentanobad. Gleich vier hochkarätige Tormöglichkeiten ließen unsere Stürmer teilweise kläglich verstreichen. Zunächst traf Christian Pospischil auf Zuspiel von Barnes die Querlatte, dann schoss Cem Kara links am Tor vorbei und auch Akgöz brachte die Kugel auf Zuspiel von Tim Fliess nicht im Kasten von SVS-Tohüter Marco Motzkus unter. Nach einer halben Stunde hatte sich der „Wirbelsturm“ etwas beruhigt. Zudem konzedierte Schiedsrichter Christian Ballweg aus Zwingenberg die erste Trinkpause, in der sich die Akteure mit kühlem Wasser aus den Eimern oder der Trinkflasche erfrischen konnten. Da passte es den Frankfurtern ganz gut in den Kram, dass Ghani Wessam Abdul noch vor der Halbzeitpause nach einem sehenswerten Doppelpass mit Varol Akgöz auf 2:0 erhöhte (37.). Und kurz vor der Pause knallte Akgöz die Kugel per Volleyabnahme noch einmal gegen die Latte, sodass das Ergebnis aus Sicht der Osthessen schon etwas schmeichelhaft war.rw-stb-7

Nach Wiederbeginn begann die beste Phase des Aufsteigers. Florian Münkel wurde im Strafraum zu viel Raum gelassen und setzte den Ball nur knapp über das Gehäuse von RW-Torhüter Ioannis Takidis, der kurz darauf noch einmal gegen Julian Rohde sein Können unter Beweis stellen musste. Nach einem Rohde-Freistoß von der linken Seite, landete der Ball jedoch auf dem Kopf von Daniel Patryk Hanslik, der zum Anschlusstreffer der Steinbacher einnickte (53.). Oft hatte man schon kuriose Spielverläufe erlebt, wo plötzlich die unterlegene Mannschaft zu Punkten kam, doch diese Erwägung wurde schnell zur Utopie aus Sicht der Osthessen. Denn die Antwort hatte unsere Mannschaft sofort parat. Freistoß Christian Pospischil, die Flanke segelte in die Mitte, wo Innenverteidiger Tim Fliess erneut seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellte und mit seinem Kopfball zum 3:1 den alten Abstand wiederherstellte (54.).

Nach diesem Tor war für den routinierten Akgöz Feierabend, denn Cimen tauschte ihn gegen Joker Vuk Toskovic aus und das sollte sich als richtiger Schachzug erweisen. Begünstigt durch kapitale Schnitzer in der Hintermannschaft der Osthessen, konnte Cem Kara den Ball seelenruhig im Strafraum quer spielen. Toskovic hatte keine Mühe, um zum 4:1 einzuschieben (60.). Nur eine Minute danach brauchte Toskovic wieder nur noch in das leere Tor zu schieben, diesmal auf Querpass von Barnes und das 5:1 war schon nach etwas mehr als einer Stunde perfekt (61.). Nach der zweiten Trinkpause musste Takidis im RW-Tor noch einmal gegen Michael Wiegand eingreifen, mehr kam dann von den resignierenden Gästen nicht mehr. Stattdessen krönte Patrick Barnes seine ansteigende Form auf Querpass von Kara mit dem 6:1 (76.).

rw-stb-28Und der Schlusspunkt war mit dem sehenswertesten Tor des Nachmittages der Höhepunkt des Nachmittages. Nach einem langen Ball stürmte der eingewechselte Anthony Wade auf das Tor der Gäste zu. Der ehemalige Eschborner scheiterte an SVS-Tormann Marco Motzkus. Den Abpraller knallte Toskovic erst gegen die Latte und im zweiten Versuch brachte er den Ball zum spektakulären 7:1-Endstand in die Maschen (81.). Toskovic krönte seine gute Leistung mit drei Toren zum – wenn auch nicht lupenreinen – Hattrick. Und der Sieg hätte tatsächlich auch zweistellig ausfallen können, wenn unsere Mannschaft während der gesamten Spieldauer seine Chancen besser genutzt hätte und der Schiedsrichter nicht drei Minuten zu früh abgepfiffen hätte. Angesichts der Hitze verzichtete der Schiedsrichter auf das Dranhängen der verlorenen drei Minuten während der zweiten Trinkpause, was am Ende allen Beteiligten relativ egal war.

Das sagte unser Trainer Daniyel Cimen auf der Pressekonferenz:

„Der Sieg geht so in Ordnung. Mich ärgern nur tierisch die fünf bis sechs Minuten nach der Halbzeit. Der Spielverlauf wäre auf den Kopf gestellt worden und danach hätte keiner mehr gefragt. Die Chancenverwertung müssen wir uns zu Herzen nehmen. Wir dürfen das nicht auf die leichte Schulter nehmen, weil das heute wieder gut gegangen ist. Wir hatten das Glück, nach dem 2:1 direkt das 3:1 zu machen. Nächste Woche werden wir dafür vielleicht bestraft und dann sind die ersten sehr guten 45 Minuten umsonst. Da müssen wir lockerer aus der Kabine kommen. Das ist Meckern auf hohem Niveau, aber da müssen wir uns schleunigst verbessern.

Nichtsdestotrotz ist der Sieg auch in der Höhe verdient“, analysierte RW-Trainer Daniyel Cimen, der derzeit personell aus dem Vollen schöpfen kann: „Wir haben uns für diesen breiten Kader entschieden und damit einen harten Konkurrenzkampf. Das bringt für mich Woche für Woche schwierige Entscheidungen. Die Mannschaft setzt es gut um und die Einwechselspieler geben Gas. Sie erhöhen das Tempo und die Qualität. Deswegen sind wir momentan so erfolgreich“.

Fotos wie immer Mithat Gürser

 

 

6:1 Sieg in Batternberg beim FC Ederbergland

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Unsere Mannschaft  kehrte mit einem fulminanten 6:1-Auswärtssieg vom Hessenliga-Gastspiel beim mittelhessischen FC Ederbergland zurück. Das, trotz einer 52-minütigen Unterzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen Abwehrspieler Anil Mus. In einem durchschnittlichen Spiel überzeugte unser Team vor allem durch Konterstärke und einen treffsicheren Tim Fliess, der zwei der sechs Tore beisteuerte. 

Aufgrund des kuriosen Spielplans hinken die „Roten“ in der Tabelle derzeit etwas hinterher. Aber das hat die Mannschaft im Gegensatz zur Konkurrenz schon hinter sich. Das Team präsentierte sich in der Anfangsphase vor allem im Abwehrverhalten recht konfus und so gingen die Hausherren schon in der dritten Spielminute durch ihren Kapitän Felix Nolte mit 1:0 in Führung. Der beste Spieler der Mittelhessen konnte von der zu passiven Abwehr der Frankfurter nicht gestoppt werden. Man hätte sich auch über einen 2:0-Rückstand nicht beschweren dürfen und erst nach einer Viertelstunde konnten unsere „Roten“ sich Feldvorteile erarbeiten. Die beste Chance verpasste dabei Patrick Barnes, dessen Volleyabnahme von FCE-Torhüter Fabian Brunner nach Flanke von Neuzugang Jongin Park zur Ecke abgewehrt wurde.ederb-rw1-17a

Erst nach 25 Minuten blitzten die ersten spielerischen Elemente auf und es reichten drei blitzsaubere Angriffe in nur sechs Minuten, um auf 3:1 davonzuziehen. Beim Ausgleich spielte Abwehrspieler Tim Fliess seinem Cousin André in den Lauf. Von der Grundlinie brachte dieser den Ball in die Mitte, wo Stürmer Varol Akgöz in die rechte Ecke zum 1:1 einköpfte (25.). Zwei Minuten danach gab es Eckball von der linken Seite getreten von Andre Fliess. In der Mitte nahm Tim Fliess die Kugel aus 15 Metern volley und der Ball landete in der linken Torecke zum 2:1 für den uns (27.). Und dann setzte sich Cem Kara auf der linken Seite durch, flankte von der Grundlinie und bediente Christian Pospischil, der auf 3:1 für die Brentanobad-Kicker stellte (31.). Ärgerlich aus unserer Sicht war nur die Gelb-Rote Karte gegen Abwehrspieler Anil Mus in der 38. Minute wegen wiederholten Foulspiels. Der Verteidiger holte Nolte zum zweiten Mal mit einem Foul von den Beinen, was aber nicht passiert wäre, wenn Akgöz im vorhergegangenen Angriff seine Kugel sauber abgespielt hätte. Stattdessen leitete der Fehlpass den Gegenangriff ein, der zum Platzverweis führte.

ederb-rw1-22aNach dem Seitenwechsel konnte man nicht erkennen, welche Mannschaft in Unterzahl agieren musste. Unsere Jungs wirbelten gegen einen allerdings sehr schwachen Gegner munter weiter und markierten im zweiten Abschnitt noch drei weitere Treffer. Zunächst setzte André Fliess den Ball noch am Tor vorbei, dann führte erneut eine Fliess-Co-Produktion zum vierten Treffer. Ecke Andre – Direktabnahme Tim und der Ball landete unter dem Schlussmann Brunner zum 4:1 für den Vizemeister im rechten Eck (49.). Das war der Anfang vom Ende aus Sicht der Ederbergländer, für die das Spiel dann zum Debakel wurde – auch wegen eigener grober individueller Fehler. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn Schiedsrichter Manuel Winkler aus Warburg nicht in der 65. Minute einen klaren Elfmeter an André Fliess verweigert hätte und Patrick Barnes kurz danach mit einem Konter am Torwart der Gastgeber gescheitert wäre. So war es Andre Fliess, der seine ansteigende Form mit einer schönen Einzelaktion gegen sieben Gegenspieler krönte und auf 5:1 für Rot-Weiss erhöhte (75.). Kurz darauf wurde er gegen Ertugrul Erdogan ausgetauscht, den zweiten Neuzugang von Absteiger Oberrad. Die Ederbergländer ließen nun die Köpfe hängen und resignierten. Unsere Mannschaft brachte den klaren Auswärtssieg nicht nur routiniert über die Zeit. Der eingewechselte Angreifer Vuk Toskovic wurde im Sechzehner von Fabian Mohr zu Fall gebracht und es gab drei Minuten vor Schluss Elfmeter für die Gäste. Der Gefoulte selbst trat vom ominösen Punkt an und machte mit dem 6:1 das halbe Dutzend voll (87.). Und das wohl gemerkt – wir erinnern uns – trotz 52 Minuten in Unterzahl! Somit schraubte das Cimen-Team sein Punktekonto auf sieben Zähler hoch, was momentan noch den bescheidenen achten Tabellenrang ausmacht. ederb-rw1-29a

Das sagte unser Trainer Daniyel Cimen nach der Partie: 

„Der Start in die Begegnung war sehr schwach. In den ersten 15 Minuten hätten wir uns über ein 0:2 nicht beschweren dürfen. Da waren wir überhaupt nicht da und das darf uns nicht passieren. Heute ist das noch einmal gut gegangen. Nach dem Ausgleich haben wir sehr gut gespielt und auch in Unterzahl schöne Tore herausgespielt. Somit ist der Sieg meiner Meinung nach auch in dieser Höhe verdient“. Über den seltsamen Spielplan meinte unser Coach: „So etwas habe ich in meiner ganzen Karriere noch nicht erlebt. Das hilft dir natürlich nicht, um in den Rhythmus zu finden und war eher suboptimal. Jetzt haben wir das ja hinter uns und ab jetzt keine Pausen mehr. Von daher werden wir von Spiel zu Spiel zu unserem Rhythmus kommen“.

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Verschenkte Punkte in Kelsterbach 1:1

Torfreude

Konnten wir uns 2015 über das 0:0 gegen Kelsterbach noch riesig freuen, weil es den Aufstieg in die Hessenliga bedeutete, so müssen wir uns gewaltig über das 1:1 Unentschieden vom Freitag gegen den Aufsteiger in Kelsterbach ärgern. Denn am Ende hätten wir auch mit nur 10 Spielern nach erneut unverständlichem Platzverweis in Kelsterbach drei Punkte mitnehmen müssen. Nicht können, sondern müssen.

VarolIn der gut besuchten Partie begann unsere Mannschaft sehr zielstrebig und das drückte sich nicht nur in Feldüberlegenheit aus, sondern auch in Chancen in der ersten Halbzeit, die leider vertan wurden. Eine massive Abwehr, die nicht gefordert wurde, ein überlegenes Mittelfeld mit Ideenreichtum und gut aufgelegten Stürmer. Nach einem schönen Pass über die Abwehr hinweg erlief sich Vuc Toskovic den Ball und zog aus gut sechzehn Metern ab. Es war kein Hammer und erschien haltbar, doch er schlug im rechten unteren Eck platziert ein und bedeutete die längst verdiente Führung in der 28. Minute. Eine Frage der Zeit, wann das 2:0 fallen würde ? Nein, es wurde durch den Ausgleich der Heimmannschaft in der 41. Minute überschattet. Nachdem Abdul Wassem Ghani (Suma) auf der linken Abwehrseite ausgespielt und überlaufen wurde und der Stürmer flach nach innen flankte, da wurde einmal noch der Schuss geblockt, doch der zweite Versuch landete unhaltbar im Netz. Ärgerlich, doch dem Spielverlauf entsprechend sollte man sich keine Sorgen machen, denn unser Team war deutlich besser und die neuerliche Führung war vorhersehbar. Nach weiteren vertändelten Chancen ging man in die Pause und die neuerliche Führung sollte leider nicht mehr kommen.

 

In der 61. Minute wurde Damir Topcagic vom Platz gestellt mit glatt ROT. Keiner der Spieler auf dem Feld und auch keine Zuschauer reagierten bei einer „normalen“ Abwehraktion von Topcagic, nur, ja wie schon so oft, nur der Linienrichter wedelte mit der Fahne wie bei einem Faschingsumzug. War er Willi Wichtig oder lag er richtig? Wade2Er hatte als einziger unter allen Anwesenden einen Ellenbogencheck gesehen und der Schiedsrichter hörte auf seinen Linienrichter und gab die rote Karte. Warten wir, bis wir die bewegten Bilder sehen, denn alle Spiele werden von „Die Ligen“ gefilmt und wir werden es sehen, was der Linienrichter gesehen oder sich eingebildet hat.

Der Platzverweis erforderte Umstellungen in der Mannschaft und Stürmer Vuc Toskovic verließ den Platz für Marko Kopilas, der als neuer Innenverteidiger agierte. Am Ende hatte es keinen Einfluss auf die spielerische Qualität unserer Mannschaft und auch nicht darauf, dass viele gute Chancen erspielt wurden und kein Stürmer am Torhüter scheiterte, sondern an der eigenen Unfähigkeit. Es war jammervoll zusehen zu müssen, wie die Zeit verrannt ist und Chance über Chance nicht genutzt wurde. Ein überaus spielfreudiger Anthony Wade war über 90 Minuten nicht zu bremsen und musste zusehen, wie seine Arbeit im Sande verlief, ähnlich Christian Pospischil. Auch der agile Cem Kara, der noch seinen Einsatz bekam, er war fleißig und spielfreudig, nur vor dem Tor versagte er, wie auch einige Male Varol Akgöz. Es war bitter, es war zum Verzweifeln, denn unsere Mannschaft mit nur 10 Mann spielte nicht auf 1:1 Halten, also auf den einen Punktgewinn, sondern sie wollten gewinnen. PospischilDer Schlusspfiff war keinesfalls eine Erlösung, was man verstehen könnte, wenn man auswärts mit nur 10 Mann ein Unentschieden hält. Nein, der Abpfiff war eine Strafe, weil uns Zeit genommen wurde, die Zeit abgelaufen war doch noch das Siegtor zu schießen und zu gewinnen.

Als gutes Resümee kann man festhalten, dass die spielerische Qualität dem der letzten Saison ähnelt und wir sicher eine gute Saison spielen werden. Es macht Spaß zuzusehen wie unsere Mannschaft sich auf dem Platz präsentiert. Wenn es endlich klappen sollte, dass auch die vielen erspielten Torchancen genutzt werden, dann kann es noch richtig gut werden. Es waren verschenkte Punkte in Kelsterbach, die Mannschaft hat sich nicht belohnt für eine ansehnliche, eine gute Leistung.

 

Der Vorstand

 

 

Gelungener Saisonauftakt

rw-alz-7 Jubel Barnes 

Ein deutlicher 5:0 (2:0) Kantersieg am Samstagnachmittag. Damit legte unsere Mannschaft am 2. Spieltag der Lotto-Hessenliga gegen den FC Bayern Alzenau einen erfolgreichen Auftakt hin. Unser Team war am ersten Spieltag vor einer Woche turnusgemäß spielfrei.

„Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wieder“. So äußerte sich unser Trainer Daniyel Cimen und er hatte damit Recht. Es gab in der 1. Hälfte des Spiels einige Probleme und die klareren Gelegenheiten hatte Bayern Alzenau und auch die größeren Spielanteile. Doch am Ende zählen Tore und nicht Chancen und vor immerhin gut 400 Zuschauern gelang das unserem Team. Varol Akgöz war zu rechten Zeit am rechten Fleck und verwertete eine sehr schöne Flanke von „Suma“ und köpfte aus gut 11 Metern zur 1:0 Führung ein. Das war in der 41. Minute und schon 3 Minuten später erzielte Patrick Barnes mit einem Fernschuss ins linke untere Eck den zweiten Treffer. So ging man mit 2:0 in die Pause, mit einer etwas glücklichen, doch letztlich verdienten Führung. Tore zählen eben und nur Tore.

rw-alz-3Direkt nach Wiederanpfiff schon die 3:0 Führung durch den Neuzugang Anthony Wade, der sehr aufmerksam und sehr schnell dem unaufmerksamen Torwart der Gäste das Leder wegholte und einnetzte. Damit war eigentlich schon alles klar und es kam keine große Gegenwehr der Gäste, eher Resignation. Nach sehenswerten Spielzügen und dem sogenannten einfachen Spiel, Doppelpass und uneigennützig jeweils von Varol Akgöz baute man die Führung auf 5:0 aus. In der 75. Minute schloss Patrick Barnes ein schönes Solo von Varol Akgöz ab und in der 77. Minute fast in gleicher Manier war es Vuc Toskovic´, der den Endstand erzielte.

In der 80. Minute wurde der eingewechselte André Fliess mit glatt ROT vom Feld geschickt und keiner, weder André Fliess selbst, als auch nicht der Alzenauer Gegenspieler wussten so recht warum der ansonsten sehr gute Schiedsrichter die rote Karte zückte. Ein kleiner Schatten auf dem ansonsten hervorragenden Auftaktsieg. Den Sieg darf man nicht überbewerten, auch wenn 5 Tore ihre eigene Sprache sprechen und die Stürmer den Namen zu Recht tragen.

rw-alz-4 „Die Vorbereitung lief wahrlich nicht optimal, das hat man in der ersten Halbzeit gesehen. Nachdem 3:0 lief es deutlich besser. Dennoch tun wir gut daran, wenn wir den Sieg richtig einordnen. Gerade aus der ersten Halbzeit müssen wir viele Lehren ziehen. Wenn uns das gelingt, können wir erfolgreich spielen“. So das Resümee von Trainer Cimen.

SG Rot-Weiss Frankfurt: Takidis; Topcagic, Fließ, Mus, Fil, Wade, Akgöz, Barnes, Lundy, Pospischil, Abdul – Trainer: Daniyel Cimen. FC Bayern Alzenau: Döbert, Kaiser, Weisenborn, Steigerwald, Demir, Niesigk, Jourdan, Bari, Wolf, Auer, Wilke – Angelo Barletta.        Tore: 1:0 Akgöz (41.), 2:0 Barnes (44.), 3:0 Wade (48.), 4:0 Barnes (75.), 5:0 Toskovic (77.).  Rot: Flies (80./Rot-Weiss). Schiedrsrichter: Andre Klein.     Zuschauer: 400.

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Verfolgerduell verdient gewonnen mit 2:1

Allendorf 2

Mittwoch, 13. April 2016 um 19.00 Uhr fand das Verfolgerduell in Stadtallendorf statt, bei einer Kulisse von 800 Zuschauern laut Stadionsprecher und relativ guten äußeren Bedingungen.

Allendorf 6
alte Kollegen – Pllana und Fliess

Punktgleich auf Tabellenplatz zwei und drei, was will man mehr. Stadtallendorf startete dann so, wie es musste und versuchte den Heimvorteil irgendwie zu nutzen. Es gelang nicht so recht spielerisch, allerdings war der Wille zu erkennen in den ersten Minuten. Nach 11 Minuten schon die Führung nach einem Missverständnis in unserer Abwehr. Alles schien nach Plan zu laufen für Stadtallendorf.

Doch die spielerischen Elemente hatten unsere Jungs zu bieten und der Ball lief sehr gut durch die Reihen der Roten. In der 23. Minute gelang Tim Fliess ein Distanzschuss aus gut 20 Metern ins von ihm aus gesehen lange Eck zum längst verdienten Ausgleich 1:1.

In der 30. Minute verschoss Stadtallendorf einen Elfmeter der keiner war und Torwart Smaijlovic erhielt die gelbe Karte für ein Foul ohne den gegnerischen Stürmer zu berühren. Ein Kunstwerk, das dem unmittelbar auf gleicher Höhe stehenden Linienrichter …

Lassen wir das, es ist sinnlos darüber zu schreiben. Arifi drosch den Ball in den Nachthimmel und es war nochmal gutgegangen.

Unser Team spielte nach wie vor sehenswerten Fußball und wie so oft belohnten sie sich leider nicht. Drei Mann ausgespielt und alleine vor dem Torwart Chance vergeben. Varol Akgöz fehlte die Effektivität und so müssen die tollen Leistungen einfach in unguter Erinnerung bleiben. Leider. Denn so ging es auch nach der Pause weiter.

Allendorf 5

Nach der verdienten Führung schon in der 47. Minute durch André Fliess, der nach schönem Passspiel aus halblinker Position den Ball ins lange Eck drosch und damit schon den Endstand erzielt, was noch keiner wusste. Stadtallendorf war gefordert und ja, sie erzeugten auch optischen und körperlichen Druck, mussten sie ja, es war ein Heimspiel und man lag zurück. Von echter Torchance keine Spur, von spielerischen Mitteln dazu auch nicht.

Ganz anders unsere Mannschaft und ich muss es wiederholen, sie belohnen sich nicht für tolle Spielzüge und es bleibt daher in schlechter Erinnerung. Chancen für Cem Kara, Varol Akgöz, Patrick Barnes, Ko Sawada und Thomas Prasler. Er setzte einen Hammerkopfball knapp über das Lattenkreuz, kurz vor Ende des Spiels. Ja, das altbekannte Thema in allen Ligen und international. Es werden zu viele Chancen nicht genutzt.

Unsere Abwehr vor Torwart Smajlovic stand sehr gut, keine richtige Torchance für die Spieler aus Stadtallendorf und doch Spannung bis zum Schluss. Kadir Fil kam, Damjan Marceta kam und Thomas Prasler kam und sie sorgten für etwas frischen Wind, leider auch ohne das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Warum der Schiedsrichter fast fünf Minuten nachspielen ließ wird auch sein Geheimnis bleiben und am Ende stehen der Sieg und die Tabellenführung bis Samstag zumindest. Ein hochverdienter Sieg, was auch die Zuschauer aus Stadtallendorf bestätigten. Es war ein fairer und freundlicher Gastgeber in Stadtallendorf. Das darf auch erwähnt werden und fällt auch leicht, wenn man drei Punkte beim engsten Verfolger mitnimmt.Allendorf 8

Diese Mannschaft, unsere Mannschaft hat das Zeug für wirklich schönen und erfolgreichen Fußball. Heute und in der Zukunft. Ein interessantes Restprogramm für Watzenborn-Steinberg, Stadtallendorf und auch für uns. Und dann… ? Daniyel Cimen, unser erfolgreicher Trainer denkt und sagt: „Von Spiel zu Spiel“. So wollen wir es dann auch tun. Man darf träumen, man darf sich freuen über alles was bisher in dieser Saison war. Es ist ein geschlossener Kader, ohne Neid und Missgunst und jeder denkt an jeden, jeder freut sich auch für den anderen. Toll. Respekt und Anerkennung an diesen Kader, an die Trainer und Betreuer. Ja, das macht Spaß, danke dafür.

Vorstand / Fotos von Mithat Gürser

 

 

 

Es bleibt spannend nach 1:1 in Vellmar

Vellmar 11

Vom Tabellenzweiten erwartet man, dass er bei einem Team auf den Abstiegsplätzen gewinnt. So wie man vom Tabellenführer erwartet hatte, dass sie in Eschborn gewinnen. Wir fuhren zumindest mit einem hochverdienten Punkt nach Hause, die lange Strecke nach Vellmar und zurück. Doch es hätten 3 Punkte sein sollen, ja, vielleicht müssen. Doch am Ende wäre es noch nicht mal ein Punkt geworden, hätte bei einem Konter von Vellmar nicht Damir Topcagic den Ball von der Linie gedroschen, nachdem der Stürmer von Vellmar aus drei Metern netzen wollte. Wenige Minuten vorher hatte Kadir Fil aus nächster Nähe den Ball nicht richtig getroffen und die dickste Chance des Spiels vergeben.Vellmar 20

Ungeachtet dessen sind unsere Stürmer nicht mehr so brandgefährlich, nein, effektiv wäre das richtige Wort. Gefährlich sind sie nach wie vor, nur netzen sie nicht mehr so ein wie gerade in der Vorrunde. Von Cem Kara über Varol Akgöz, bis hin zu Patrick Barnes. Ja, alle drei hatten Chancen, sowohl in der ersten Halbzeit, als auch in der zweiten Halbzeit. Doch sie sind entweder zu überhastet oder zu unkonzentriert. Oder aber sie übersehen den etwas besser stehenden Mannschaftskollegen und geben den Ball nicht ab, dribbeln einmal zuviel und bleiben hängen. Man kann auch glücklos sagen, wenn man an Glück und Pech glaubt.

Ein zerfahrenes Spiel von Beginn an, wie gewohnt gegen eine Mauer von 5 Mann in der Abwehr und es war schwer durchzukommen. Und doch, es gelang ab und an, doch wie erwähnt, der Abschluss, die eiskalte Nutzung der Chancen, das ist irgendwie verlorengegangen. Die Moral stimmt, sie wollen spielen, sie können sehr gut spielen und sie zeigen es. Sie waren feldüberlegen und hatten Chancen, ein guten Torhüter von Vellmar, und ein Pfosten, der nach einem schönen Schuss von André Fliess für ihn rettete. Überraschend für alle, nach einem etwas dusseligem Verhalten unserer Abwehr gelang dann auch noch Vellmar die Führung in der 23. Minute. Ein Geschenk an die Gastgeber. Das machte es nicht leichter, da Vellmar mit einem Punkt sehr zufrieden war, was sich durch den Jubel nach Abpfiff deutlich zeigte.Vellmar 16

In der 41. Minute, nach einem schönen Anspiel auf Damjan Marceta, dem dann auch ein Dribbling gelang, erzielte er den Ausgleich. Überlegt in den Winkel geschlenzt aus 11 Metern.

In der zweiten Hälfte dasselbe Spiel, eine massiert stehende Abwehr von Vellmar und die Feldüberlegenheit, die nichts brachte. Die Riesenchance von Kadir Fil, der in der 74. Minute für Marceta kam und ja, ein ständiges Hoffen und Bangen, dass der Siegtreffer doch noch gelingt. Auch der Platzverweis auf Seiten von Vellmar in der 70. Minute änderte nichts am Spielgeschehen. Und ja, wie schon erwähnt, fast hätte man noch verloren in allerletzter Minute, nachdem die gesamt Abwehr im Sturm war und ein Konter die Riesengelegenheit für Vellmar brachte. Doch Damir Topcagic war glücklicherweise noch zur Stelle und klärte auf der Linie. Das wäre wahrlich nicht verdient gewesen.

Das alles ohne Trainer Daniyel Cimen, der am Sonntag früh um 5.00 Uhr Vater eines gesunden Jungen wurde. Wir gratulieren herzlichst und begrüßen den neuen Erdenbürger.Vellmar 18

Watzenborn-Steinberg hat in Eschborn verloren und Stadtallendorf siegte in Wiesbaden. Es bleibt spannend. Wir fahren nach Stadtallendorf, am Mittwoch, den 13.04.2016. Um 19.00 Uhr ist Anpfiff. Punktgleich beide Teams, wir haben das bessere Torverhältnis, deshalb bleiben wir Zweiter. Jetzt gilt es zu beweisen und zu belohnen was unser Team bisher geleistet hat.

Der April wird ernüchternd und die Spreu vom Weizen trennen. Ja, wir freuen uns über eine tolle Saison. Gemischt sind die Gefühle, wenn man bedenkt wo wir stehen könnten, wenn …

Der Vorstand / Fotos Mithat Gürser

3:3 Unentschieden gegen SV Wiesbaden

Wiesbaden 9

Freitagabend, Flutlichtspiel. Beste Voraussetzungen. Und es begann dann auch bilderbuchmäßig. Mit  einer Balleroberung im Mittelfeld von Ko Sawada, der spielte nach links zu André Fliess, brachte eine sehr genaue Flanke und der mitgelaufene Ko Sawada köpfte zum 1:0 gegen Wiesbaden. Das war die 4. Minute und die Zeichen standen auf Sieg.Wiesbaden 2

Doch schon in der 12. Minute liefen unsere Verteidiger nur nebenher und Wiesbaden glich zum 1:1 aus. Nur 8 Minuten später, also in der 20. Minute erzielte der gleiche Spieler (Bahssou) die 2:1 Führung, nachdem er unseren Abwehrspieler locker ausgespielt hatte und unhaltbar an Torwart Takidis vorbei in lange Eck einnetzte. Wieder nur 5 Minuten später erzielt gar Hübner aus dem Gewühl den Treffer zur 3:1 Führung am Brentanobad. So hatte man sich das sicher nicht vorgestellt, zumindest kein Rot Weiss Anhänger. Ein echtes Aufbäumen gegen diese nahende Niederlage war auch nicht so recht zu erkennen bei unserem Team, man gab sich Mühe, doch ohne zählbaren Erfolg. So ging man mit 1:3 zur Pause in die Kabinen.Wiesbaden 7

Nach dem Wechsel war dann eine deutliche Willensäußerung unserer Mannschaft sichtbar und man setzte alles daran den Rückstand aufzuholen. Zunächst einige Mal recht glücklos, doch dann in der 63. Minute war es Damjan Marceta, der beim zweiten Versuch aus kurzer Distanz den Ball im Netz unterbrachte. Das fachte natürlich den Ehrgeiz an und man erhöhte den Druck auf die Wiesbadener Truppe. In der 70. Minute kam Cem Kara für den etwas glücklosen Abdul Wassem Ghani (Suma) und man wartete nur auf den Ausgleich, der in der Luft zu hängen schien.

Diese Hoffnung wurde in der 75. Minute begraben, als nach einem schönen Konter der Wiesbadener Mannen Torhüter Takidis zu einem Foul nur 6 Meter vor unserem Tor gezwungen war. Vorher hatte er hervorragend pariert, doch der Ball kam zurück zu Bahssou und kam unangenehm zu Fall. Rote Karte und Platzverweis. Gerade in einer Phase, in der man glaubte noch das Blatt zu wenden. Der eigewechselte Torwart Elvir Smaijlovic hatte keine Zeit sich warmzumachen und musste kalt zwischen die Pfosten. So kalt, genauer, so kaltschnäuzig hielt er dann auch mit Bravour dann den gut geschossenen Elfmeter und hielt damit das Spiel offen. Torwarttrainer, Ersatztorwart, Retter in der Not, alles in einem und das absolut hervorragend.Wiesbaden 6

Dies war dann wohl auch erneut die Motivation nochmals Gas zu geben und sich vielleicht dann doch noch einen Punkt zu ergattern. Das schafften die Jungs dann auch nur zwei Minuten später. Patrick Barnes schlängelte sich durch den Strafraum, guter Doppelpass vorher und er schoss dann unhaltbar aus 11 Metern den dann doch verdienten Ausgleich.

Die letzten Minuten waren dann ein offener Schlagabtausch und beide Mannschaften hatten ihre Chancen zum Sieg. Vielleicht die eine oder andere mehr für unser Team, das in letzter Sekunde noch einen Freistoß durch Cem Kara an den Winkel setzte.

Am Ende ein verdientes Unentschieden und erneut eine moralische Glanzleistung unserer Mannschaft. Gratulation an Trainer, Betreuer und Mannschaft.

Vorstand / Fotos Mithat Gürser

Hadamar – Rot Weiss 2:1 (1:0)

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Mieses, sehr mieses Wetter, doch ein beachtliches Spiel von beiden Mannschaften. Wir sind es mittlerweile gewohnt, dass Mannschaften sehr defensiv gegen uns auftreten, was sich in Hadamar bestätigte und wir auf eine 5 Mann Abwehr trafen, also ein 5-3-2 System von Beginn an. Entsprechend waren auch die Spielanteile, für die man sich allerdings nichts kaufen kann.Hadamar-4

Hat man in der Vergangenheit in vielen Spielen die verpassten Torchancen bedauert, so waren diese in der 1. Hälfte gänzlich nicht vorhanden. Einzig Kadir Fil wurde schön freigespielt und schoss auf den Torwart, der in der kurzen Ecke darauf wartete, anstatt in der Mitte den freien Mann zu suchen. Ein einziger Gegenzug genügte den Mannen aus Hadamar um die Führung zu erzielen. Über rechts Abdul Wassem Ghani mit Körpertäuschung stehen lassen und eine gezielt Flanke, die den freistehenden Mann erreichte, der unbehindert einköpfen konnte. Das sah sehr einfach aus und war es auch. Unser Mittelfeld und unsere Stürmer hat nichts dergleichen zu bieten, meist war am Rande des Strafraumes das Ende aller Bemühungen.

So ging es in die Pause mit einem 0:1 Rückstand und deutlicher Feldüberlegenheit. Ähnlich gestaltete sich die zweite Hälfte, nur das Wetter wurde deutlich schlechter. Es wurde von allen Spielern und dem Schiedsrichtergespann eine Menge abverlangt in strömendem Regen. Nach 67 Minuten spielte sich ähnliches ab wie in beim 0:1, eine unaufmerksame Abwehr und diesmal ein Schuss aus gut 16 Metern, der von einem völlig freistehenden Spieler von Hadamar unhaltbar für unseren Torhüter im Netz einschlug.

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In der gleichen Minute die Einwechslungen von Tim Fließ und Damjan Marceta, die dann für deutlich mehr Schwung, mehr Bewegung und für noch mehr Druck in der gegnerischen Abwehr sorgte, nachdem schon vorher André Fließ für Kadir Fil gekommen war und ebenfalls mehr Elan brachte. Daraus resultierte dann auch endlich der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Damjan Marceta per Kopf in der 73. Minute. Noch genug Zeit um auszugleichen oder gar zu gewinnen. Doch die Sturm- und Drangperiode brachte letztlich nichts und auch Hadamar hatte Chancen, weil unsere Abwehr dann natürlich auch offen war. Torhüter und Kapitän Ioannis Takidis verhindert mehrfach einen höheren Rückstand.

Nein, es lief vieles nicht so zusammen, wie wir es aus den vergangenen Partien kennen. Es war das erste Spiel, das echte Torchancen, herausgespielte Torchancen vermissen ließ, auch bei deutlicher Feldüberlegenheit. Wenn mehr als ein Spieler nicht die Form zeigt, die er normalerweise bringt, dann ist das logischerweise auch am Ergebnis messbar. Ähnlich wie schon in Flieden hat unsere Truppe unnötig erneut 3 Punkte verschenkt. Hadamar-8

Betrachten wir uns die bisherige Rückrunde mit vier Siegen und vier Niederlagen und dem daraus resultierenden Platz 7 in der Rückrundentabelle, dann sieht man, dass die beiden Mannschaften an der Spitze haben Federn lassen müssen. Was unsere Mannschaft angeht, so ist nach wie vor spielerisch und mittlerweile auch kämpferisch eine sehr gute Mannschaft zusammengewachsen. Man fürchtet den Aufsteiger und das ist nach wie vor beachtenswert. Acht Spiele sind noch zu bestreiten und wir werden sehen, wo wir am Ende stehen. Trainerteam, Betreuerteam und der Mannschaft gelten nach wie vor Respekt und Anerkennung für eine sehr starke Saison.

Vorstand / Fotos Mithat Güser

2:3 Niederlage in Flieden

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Kalt in Flieden und schlechte Platzverhältnisse, doch das gilt für alle Spieler. Schon nach 2 Minuten in Rückstand zu geraten ist natürlich auch nicht unbedingt förderlich für einen guten Spielverlauf. Und doch, unsere Mannschaft kam sehr gut zurück ins Spiel und Patrik Barnes erzielt in der 23. Minute den Ausgleich. Er hatte sich gegen drei Abwehrspieler sehr gut durchgesetzt. Nur 11 Minuten später sogar die Führung durch Varol Akgöz, der eine misslungene Abwehraktion aus kurzer Distanz einnetzte. Da standen die Aktien gut, denn die spielerische Überlegenheit war jetzt auch in Toren zum Ausdruck gekommen.flie-rw-9

Völlig unverständlich die vielen Fouls auf unserer Seite, wie das grobe Foul von Torwart Takidis, der außerhalb des Strafraums den gegnerischen Stürmer sehr unsanft stoppte und froh sein konnte, dass er nicht ROT sah. Erneut fragt man sich, warum er so oft das Tor verlässt, obwohl noch Abwehrspieler dabei sind. Ähnlich in der zweiten Halbzeit bei Jeremy Lundy, der den Stürmer aus Flieden foulte, der alleine auf unser Tor marschierte. Auch hier hätte man sich über ROT nicht aufregen dürfen. Viele sogenannte kleinere Fouls brachten natürlich auch die Zuschauer in Rage und diese wiederum feuerten ihre Elf lautstark an. Mit Folgen.

War man in der ersten Halbzeit noch spielerisch überlegen und führte mit 2:1, so änderte sich das Bild deutlich in der zweiten Hälfte. Noch bevor Flieden seine Sturm- und Drangperiode startete hätte man längst mit 3:1 führen können, ja, müssen. Doch zwei guten Chancen dazu wurden kläglich vergeben. Dann wäre wohl nie ein solcher Kampfgeist aufgekommen, wenn Flieden gar mit 1:3 zurückgelegene hätte. Doch hätte, wenn und aber… Das macht es dann aus, ganz besonders in Flieden. Das aufgebrachte Publikum und der enorme Kampfgeist der Truppe aus Flieden übernahmen mehr und mehr das Kommando. Ein von Takidis hervorragend gehaltener Elfmeter verzögerte nur den Untergang. Beim Ausgleich zum 2:2 schliefen gleich vier Abwehrspieler und ließen den dafür bekannten, kaltschnäuzigen Schaub einlochen.

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Letztlich waren es zu viele individuelle Fehler und die fehlenden Eigeninitiativen unsererseits, die den permanenten Druck dann fast in der letzten Minute noch den Erfolg für Flieden brachte. Man kann nicht mehr darüber streiten, ob ein Torwart in den 5 Meterräumen gefoult wurde, denn den geschützten Raum für den Torwart gibt es nicht mehr. Der Stürmer sprang einfach höher als unser Torwart und versenkte den Ball zum letztlich verdienten 3:2 Sieg für Flieden im Netz. Ein erneut verschenktes Spiel mit einem sehr bitteren Beigeschmack, sieht man, wie es zustande kam.

Ein sehr früh wegen Verletzung ausgewechselter André Fliess in der 38. Minute, ein gelb-rot gefährdeter Adam Freund, der in der 57. Minute das Feld verließ, es machte sich ihr Fehlen dann doch bemerkbar. Die eingewechselten Kadir Fil und Tim Fliess konnten diese Lücke leider nicht schließen, beide fanden nicht zu dem starken Spiel, das man von ihnen kennt.

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Ein Achtungserfolg für Buchonia Flieden, ein Niederlage für uns, über die man sehr detailliert nachdenken muss und das Spiel richtig analysieren muss. Nicht nur das Trainerteam, sondern auch jeder einzelne Spieler. So etwas darf sich nicht wiederholen. Die Spielstärke unserer Mannschaft ist bekannt und lobenswert, doch es gehören noch andere Eigenschaften dazu, um eben auch ein solches „Drecksspiel“ zu gewinnen. Wie auch immer, keine Vorwürfe, kein Gejammer, denn wir sind noch oben dabei. Es ist eine tolle Mannschaft, das bleibt sie auch, auch wenn verloren wurde.

Der Vorstand / Fotos Mithat Gürser

 

 

Topspiel mit 4:1 in Watzenborn-Steinberg gewonnen

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Vor der stattlichen Kulisse von 1200 Zuschauern veränderte unser Trainer Daniyel Cimen seine Anfangsformation gegenüber dem 3:1-Heimsieg gegen den FSC Lohfelden auf zwei Positionen. Admir Pllana und Raffael Grigorian nahmen auf der Ersatzbank Platz und dafür waren wieder Ko Sawada und der Toptorjäger Varol Akgöz mit von der Partie. Der Aufsteiger aus der Verbandsliga Mitte stand vor dieser Begegnung auf dem zweiten Tabellenplatz, man konnte ohne weiteres von der Topbegegnung an diesem Spieltag in der Hessenliga sprechen. Das wurde sie dann auch, ein starkes Spiel vor allem unseres Teams.watz5

Unsere Elf begann sehr stark und zeigte sofort sehenswerte Kombinationen. Einer dieser schönen Spielzüge führte zu einem Strafstoß, den Mittelfeldspieler Andre Fliess leider nicht verwandeln konnte. Er scheiterte am Heimtorhüter Yannick Dauth, der den Ball schön parierte, der allerdings auch recht schwach geschossen war. Weitaus besser machte André es in der 20. Minute, als er den Ball von Varol Akgöz durchgesteckt bekam und mit einem Traumtor zum 1:0-Führungstreffer einnetzte. In den letzten 15 Minuten der ersten Hälfte agierte unsere Mannschaft zu passiv und machte damit die Teutonia-Elf von Trainer Daniel Steuernagel stark. So kam es noch vor der Halbzeit bei miserablen Platzverhältnissen zum Ausgleich. Nach einer tollen Parade von Torhüter Ioannis Takidis glich Denis Weinecker zum 1:1 aus. Die Gastgeber spielten überwiegend lange Bälle auf Stürmer Raffael Szymanski und waren präsenter bei den sogenannten zweiten Bällen. Er allerdings arbeitete oftmals mit unfairen Mitteln. Insgesamt muss man allerdings die Schiedsrichterleistung loben, da es nicht nur spielerisch, sondern auch eine kampfbetonte Partie war.

watz11Im zweiten Durchgang machte unsere Mannschaft ein sehenswertes Spiel und sie entschieden die Begegnung aufgrund ihrer spielerischen Klasse für sich. Nach einer tollen Kombination nahm Abdul Ghani Wessam, genannt Suma, den Ball im hohen Tempo mit und gab einen scharfen Pass mit Übersicht in die Mitte, wo unser Japaner Ko Sawada eiskalt zum 2:1 einschob. Nach einem Querpass von Cem Kara war Kadir Fil zur Stelle und erhöhte mit einem gekonnten Lupfer auf 3:1 für unsere Elf. Den Schlusspunkt zum 4:1-Endstand bereitete erneut „Suma“ vor, dessen Vorlage Cem Kara mit einem satten Schuss in das Netz vollendete. Damit war klar, es ist kein Zufall, dass unsere Mannschaft ganz oben steht. Es war offensichtlich, dass der zu diesem Zeitpunkt Tabellenzweite deutlich unterlegen war und nur zu seinen Stärken kam, wenn unser Team etwas nachlässig wurde. So in der ersten Halbzeit.

Ein sehr beeindruckendes Spiel, eine überaus deutliche Ansage an all jene, die immer noch von Zufall und Glück sprechen. Nein, es ist eine homogene Mannschaft und auf allen Posen hervorragend besetzt. Dazu gehört auch die Bank, denn was von da eingewechselt wird, das überzeugt auch und passt immer in das bisher gespielte Gefüge. Wir gratulieren dem Team, zollen Respekt und Anerkennung und freuen uns auf die weiteren Spiele mit einem Trainerteam, das genau weiß was es kann und was es tut. Hier die Stimmen zum Spiel:

Unser Trainer Daniyel Cimen: „Wir kamen sehr gut in die Partie und haben super Fußball gespielt. Kompliment an meine Mannschaft, die auf einem schweren Boden tollen Kombinationsfußball gezeigt hat. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung. Nächsten Samstag kommt mit dem Traditionsklub Borussia Fulda ein unangenehmer Gegner in das Brentanobadstadion“.watz6

Unser Co-Trainer Yüksel Ekiz: „Der klare Sieg war hochverdient und hätte höher ausfallen können. Wir waren vom Anfang bis zum Ende hochkonzentriert. Nachdem wir in den Anfangsminuten leicht nervös wirkten, haben wir dann das Spiel im Griff gehabt. Bei der heimstarken Mannschaft von Watzenborn haben wir auf dem schwer zu bespielbaren Platz tolle Kombinationen gezeigt“.

SG Rot-Weiss Frankfurt: Takidis; Tim Fliess (90. Freund), Mus, Fil (77. Pllana), Andre Fliess, Akgöz, Lundy, Sawada, Kunisch, Abdul, Kara (87. Grigorian) – Trainer: Daniyel Cimen.

Schiedsrichter: Manuel Winkler. Zuschauer: 1200 ?

Tore: 0:1 Andre Fliess (20.), 1:1 Denis Weinecker (38.), 1:2 Ko Sawada (51.), 1:3 Kadir Fil (65.), 1:4 Cem Kara (84.)

 

3:1 Sieg gegen Lohfelden

Unsere Mannschaft hatte seit dem letzten Heimsieg gegen den OSC Vellmar zwei Wochen lang kein Punktspiel absolviert, da die wir am vergangenen Wochenende turnusgemäß spielfrei gewesen waren. Trainer Daniyel Cimen musste zwei Umstellungen in seiner Startformation vornehmen. Torjäger Varol Akgöz musste krankheitsbedingt passen und Ko Sawada nahm zunächst angeschlagen auf der Ersatzbank Platz. Dafür war Mittelfeldspieler Kadir Fil wieder mit von der Partie und auch Raffael Grigorian bekam seine Bewährungsprobe von Beginn an. Vor etwa 150 Besuchern im Stadion am Brentanobad begann unsere Elf im ersten Durchgang mit vielen Spielanteilen, konnte diese aber zunächst nicht in Tore ummünzen, da der finale Pass nicht sauber ausgespielt wurde. Der FSC stand in der Abwehr kompakt und versuchte über Konter Nadelstiche zu setzen. Die beste Einschussmöglichkeit der Mannschaft von FSC-Trainer Otmar Velte konnte unser Torhüter Ioannis Takidis gegen den Lohfeldener Thomas Müller parieren. Drei Minuten vor der Pause gingen wir dann doch durch einen herrlichen Distanzschuss von Cem Kara, der leicht abgefäscht war, mit 1:0 in Führung. Das war auch der Halbzeitstand.

 

Nach dem Seitenwechsel kamen die Nordhessen nur drei Minuten nach Wiederanpfiff zum 1:1-Ausgleich. Bei einem Einwurf der Lohfeldener war die unsere Abwehr nicht präsent und konnte eine Kopfballverlängerung nicht verhindern. Serdar Bayrak war der Nutznießer bei den Gästen und markierte das 1:1. Vier Minuten nach dem Ausgleich musste Lohfeldens Kapitän Daniel Beyer das Spielfeld mit der Gelb-Roten Karte verlassen. In Überzahl taten sich unsere Mannen nicht unbedingt leichter, sondern bekamen in der folgenden Phase, die sehr stark von Fouls geprägt war, nicht viel auf die Reihe. Rund 10 Minuten vor dem Abpfiff flankte Jeremy Lundy scharf in den Strafraum hinein und Kadir Fil spitzelte den Ball in die linke Ecke zwischen den Pfosten und FSC-Torhüter Andre Schreiber zum 2:1-Führungstreffer.

Die Nordhessen mussten nun komplett aufmachen und kassierten in der Nachspielzeit noch einen Konter zum 3:1. Cem Kara legte nach einem schönen Spielzug über Spielmacher André Fliess quer auf den eingewechselten Ko Sawada auf, der den Endstand sicherstellte. Selbstlos zum Erfolg, nicht jeder gibt in dieser Situation den Ball ab. Das macht es dann aus, der Sieg war gesichert und letztlich verdient.

Unser Trainer

Er war trotz des 10. Saisonsiegs nicht ganz mit dem Auftritt seines Teams einverstanden: „Den letzten Pass haben wir im ersten Durchgang nicht sauber ausgespielt. Wir waren teilweise fahrig und sehr hektisch und haben insbesondere in Überzahl keinen einfachen und klaren Fußball mehr gespielt. Insgesamt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, aber keineswegs mit der gezeigten Leistung“. Dennoch freute er sich über die tolle Zwischenbilanz von 30 Punkten und 10 Siegen: „Wir fühlen uns da oben wohl und wollen weiter Spaß und Freude haben. Nun freuen wir uns auf das Topspiel beim starken Mitaufsteiger SC Teutonia Watzenborn-Steinberg am kommenden Samstag“. Co-Trainer Yüksel Ekiz fasste zusammen: „Wir hatten zunächst viel Ballbesitz, aber wenige Torchancen. In Überzahl haben wir uns schwer getan, dann aber nach dem 2:1 von Kadir Fil die Partie sauber zu Ende gespielt“.

Nicht jedes Spiel wird mit Glanz und Gloria gespielt, doch es ist immer die Qualität zu erkennen und die Freude am Spiel. Am Ende fragt ohnehin keiner nach den Spielinhalten, sondern nur nach den Punkten. Daher erneut 3 Punkt für uns und die Tabellenführung behauptet. Fußballerherz, was willst Du mehr?

 

SG Rot-Weiss Frankfurt: Takidis; Tim Fliess, Mus, Fil (90. Janik), Andre Fliess, Akgöz, Lundy, Pllana (62. Sawada), Grigorian (76. Freund), Kunisch, Abdul, Kara – Trainer: Daniyel Cimen

Schiedsrichter: Thorsten Eick. Zuschauer: 150

Gelb-Rote Karte: Daniel Beyer (Lohfelden/52.)

Tore: 1:0 Cem Kara (42.), 1:1 Serdar Bayrak (48.), 2:1 Kadir Fil (81.), 3:1 Ko Sawada (90./+2)

 

 

5:3 Sieg in Wiesbaden

Cem Kara erneut mit Dreierpack

Nach zwei Niederlagen in Folge war der Weg nach Wiesbaden sicher nicht so einfach. Doch am Ende war es ein überzeugender Auftritt und ein verdienter 5:3 Sieg in der Landeshauptstadt. Ein Flutlichtspiel, das alles zu bieten hatte auf dem Helmut-Schön-Sportpark in Wiesbaden. Mit dem 5:3 (2:0) wurde auch der Tabellenplatz eins zurückerobert. Stadtallendorf spielte in Hadamar nur Unentschieden.

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Es erinnerte stark an die ersten 7 Spiele, in denen meist ein überzeugender Fußball von unserer Mannschaft gespielt wurde, so auch in Wiesbaden. Schon nach drei Minuten kam Cem Kara zum ersten Mal zum Abschluss. Doch sein Freistoß verfehlte knapp das Ziel. Ein munteres Hin und Her bis zu 31. Minute. Foul an Akgöz und den Freistoß aus 25 Metern zirkelte Cem Kara (31.) links ins Tor Nichts zu halten, der Keeper durfte den Ball nur leicht berühren. Nur eine Minute später spielte Akgöz zu Kara, der nicht angegriffen wurde und erneut konnte Cem Kara mit einem satten Schuss aus 20 Metern unsere Mannschaft jubeln lassen. Verdientermaßen ging es so mit einem 0:2 aus Sicht der Gastgeber in die Halbzeitpause.

Nach dem Wiederanpfiff gelang den Landeshauptstädtern ein sehr guter Auftakt. Mit einem Angriff über die rechte Außenbahn setzte sich der beste Wiesbadener auf dem Platz, Ernst, souverän durch, legte den Ball zurück in den Rückraum und Blerton Muca schob aus zehn Metern links unten zum 1:2 Anschluss ein. Nur kurz darauf hatte Wiesbaden auch den Ausgleich auf dem Fuß, doch unser Keeper Takidis konnte dessen Schuss aus acht Metern parieren. Damit startete die turbulenteste Phase der Partie. Nach Ecke von Andre Fliess auf der gegenüberliegenden Seite köpfte Anil Mus zum 3:1 für unser Team ein. Fünf Minuten später köpfte Tim Fließ nach Ecke von Fliess an die Latte und verpasste leider damit die endgültige Vorentscheidung. Drei Minuten später durften die Fans der Lilien unter den 220 Zuschauern neue Hoffnung schöpfen. Unsere Abwehr konnte den Ball nicht konsequent klären und Rudi Hübner schoss aus zwölf Metern in die Maschen zum 2:3.

Zwei Minuten später war es erneut Muca, der den Ausgleich hätte machen können. Hübners Hereingabe verpassten Freund und Feind, sogar unser sonst sicherer Ioannis Takidis griff am Ball vorbei. Der Ausgleich lag schon des öfteren in der Luft und die Landeshauptstädter kreierten sich Chancen im Minutentakt. So parierte Takidis einen schönen Fallrückzieher von Younes Bahssou (63.) mit einer Glanzparade. In der Drangphase der Wiesbadener gelang unserer Mannschaft der Befreiungsschlag in Person von Cem Kara, der mit einem Heber (65.) den Torwart überwand und sein schon drittes Tor zur 4:2-Führung markierte.

Sechs Minuten später setzte sich Ernst wieder einmal rechts durch und hatte mit Toni Reljic einen dankbaren Abnehmer im Zentrum, der abermals für die Elf von SV-Trainer Djuradj Vasic auf 3:4 verkürzte. Eine Minute später eroberte Ernst den Ball von Anil Mus, legte in den Rückraum zurück, doch Muca vergab auch seine dritte gute Chance zum Ausgleich. Dasselbe Spiel auch in der 75. Minute. Ernst tankte sich rechts durch, spielte den Ball in den Sechszehner, doch diesmal konnte unser Verteidiger Damir Topcagic klären. In der letzten Viertelstunde verflachte etwas das Spiel. Unser Team ging kein Risiko mehr ein und Wiesbaden kam nicht mehr so richtig zum Zug. Die letzte Gelegenheit der Hausherren hatte Reljic (92.), der nach Zuspiel vom eingewechselten Bartosz Franke bedient wurde, aber genau auf Takidis zielte. In der 93. Minute erkämpfte sich unser eingewechselter Raffael Grigorian den Ball, spielte zu Ko Sawada, der Akgöz auf die Reise schickte und dieser im Eins-gegen-Eins mit Qosa die Übersicht behielt und für den 5:3-Endstand sorgte.

„Wir waren im ersten Durchgang unterlegen. Wir wollten es im zweiten Durchgang besser machen, sind gut gestartet, haben aber mit fünf Gegentoren einen sehr schlechten Tag erwischt, was die Verteidigung betrifft“, lautete das kurze Fazit von SV-Coach Vasic.

„In der ersten Halbzeit haben wir sehr guten Fußball gespielt und sind verdient mit 2:0 in die Pause gegangen. Für einen Trainer kann die zweite Halbzeit nicht schlechter beginnen mit dem Gegentor, doch Respekt an die Jungs, wie sie nach den Rückschlägen wieder da waren und die Tore zur rechten Zeit gemacht haben. Für die Zuschauer war es sicherlich ein sensationelles Spiel, für mich als Trainer hatte der Gegner zu viele Chancen. Wenn man sich das ganze Spiel ansieht, war es ein verdienter Sieg“, analysierte RW-Trainer Cimen.

SV Wiesbaden: Qosa; C. Hübner, Seidelmann, Bahssou, Muca (77. Franke), Grüter, R. Hübner, Reljic, Pajic, Iten, Ernst – Trainer: Djuradj Vasic.

Rot-Weiss Frankfurt: Takidis; Topcagic, Fließ, Mus (77. Fuilu), Fliess (73. Grigorian), Akgöz, Pllana, Sawada, Abdul, Ouattara (84. Lundy), Kara – Trainer: Daniyel Cimen.

Tore: 0:1 und 0:2 Kara (31. und 32.), 1:2 Muca (46.), 1:3 Mus (50.), 2:3 R. Hübner (60.), 2:4 Kara (65.), 3:4 Reljic (72.), 3:5 Akgöz (90./+3).

Schiedsrichter: Volker Höpp (Ranstadt). Zuschauer: 220.

Der Vorstand

Bild Ersoy Göksen