Senioren: Rot-Weiss verliert nach Führung

Unsere 1. Mannschaft muss sich auf den ersten Dreier in der neuen Verbandsliga Saison 2020/2021 noch gedulden. Nach dem 1:1 (0:0) Unentschieden in der vergangenen Woche gegen den Aufstiegsfavoriten 1. SC Hanau 1960 spielte die Mannschaft von Trainer Siar Daudi am 3. Spieltag gegen TS Ober-Roden. Im Brentanobad-Stadion jubelte zunächst unser Team, Patrick Gürser erzielte vom Punkt die 1:0 (19.) hochverdiente Führung, voraus gegangen war ein Foul im Strafraum an Kubilay Dincer. Doch die Ober-Rodener schüttelten sich nur kurz und kamen eine Minute vor dem Pausenpfiff nach einer Ecke zum Ausgleich (44.).

„Wir haben das Spiel in den ersten 30, 35 Minuten gut beherrscht, gut dominiert und sind auch folgerichtig in Führung gegangen, der Gegner hat viel mit langen Bällen agiert, auf die ich meine Mannschaft gut eingestellt habe, leider haben wir quasi mit dem Pausenpiff durch eine Unachtsamkeit und dem 1:1 den Gegner  unnötig wieder ins Spiel gebracht “, blickte Trainer Daudi auf die erste Halbzeit zurück.

In den zweiten 45 Minuten bewies die Daudi-Elf eine tolle Moral und setzte die Gäste permanent unter Druck, beste Chancen blieben aber ungenutzt. In der 65. Minute stellten dann die Gäste den Spielverlauf komplett auf den Kopf und netzten mit einem flachen Schuss zum Führungstreffer ein. Zuvor war ein klarer Elfmeter nach einem Foul an Leon Wronski nicht gegeben worden. Die Heimelf blieb weiter spielbestimmend, konnte die Partie aber nicht mehr drehen.

„Die zweite Halbzeit haben wir wieder sehr stark begonnen, haben auch das Spiel wieder in die Hand genommen, uns auch gute Chancen herausgearbeitet. Wir waren auf jeden Fall mehr in deren Hälfte als die in unserer “. Gar nicht einverstanden war Daudi mit der Entscheidung des Schiedsrichters: „Die Schlüsselszene darf man nicht außer Acht lassen, Leon wird im gegnerischen Strafraum gefoult und normalerweise muss es eine rote Karte für den Gegenspieler geben und auch einen Elfer für uns. Der Pfiff des Unparteiischen blieb aus. Da hätten wir schon früh die Weichen in Richtung Sieg stellen können, dann wäre das Spiel gegessen gewesen. Dass sich der Schiedsrichter nachdem Spiel dafür bei uns entschuldigt und das ganze erklärt, bringt uns natürlich auch nichts”. 

In der Nachspielzeit dieses turbulenten Spiels setzte Ober-Roden den Schlusspunkt. Manuel Profumo netzte mit seinem Tor der Partie zum umjubelten 1:3 ein.

„Es war ein Spiel, in dem nicht der Bessere, sondern der Glücklichere gewann“, betonte Siar Daudi. Der Rot-Weiss Trainer machte deutlich, dass seine junge Mannschaft im Abschluss klare Chancen versiebte, „Ober-Roden war nicht besser als wir, nutzte aber wenigsten die wenigen Chancen eiskalt, Tore entscheiden nun mal eine Begegnung. Wir haben keinen gesteigerten Druck nach der ersten Niederlage, aber wir sollten nun gegen Germania Großkrotzenburg unsere Fehler minimieren”, blickte Siar Daudi auf den Sonntag voraus.

„Wir haben das Spielgeschehen wie in den vergangenen zwei Spielen eigentlich gut kontrolliert und über große Strecken das Spiel gestaltet, verpassen aber leider immer den Sack zuzumachen und uns zu belohnen. Wir müssen weiter daran arbeiten, die Mannschaftsleistung stimmt, nur das Ergebniss nicht. Dies ist aber auch ein Prozess, wir haben mit Abstand eine der jüngsten Mannschaften der Liga, vielleicht die jüngste Mannschaft der Liga mit dem VfB Ginsheim II und deswegen ist es ein Prozess, der noch nicht vollendet ist und der noch bisschen Zeit braucht.
Ich bin guter Dinge, die Tabelle kommt uns entgegen, wir haben gerade mal vier Punkte Rückstand zu der oberen Tabellenhälfte und deswegen ist alles noch in Schlagdistanz”, resümierte Daudi.

Von M.F

 

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